Battlefield 6 und die Community: Die lauten Fanboys kündigen den Rückzug an und deinstallieren den einst gekrönten Shooter
Kurz & Knapp
- Das Urteil: Große Creator wie WhiteBoy7thst erklären Battlefield 6 offiziell für „tot“.
- Identitätsraub: Das Spiel opfert seine Battlefield-Wurzeln für eine gescheiterte Annäherung an Call of Duty.
- Content-Ebbe: Season 1 enttäuscht massiv mit nur zwei Maps – zu wenig für den modernen Markt.
- Design-Dilemma: Experten kritisieren, dass DICE nicht das Spiel bauen durfte, das die Fans wollten.
- Letzte Hoffnung: Ein zurückgekehrter Veteranen-Designer soll das Map-Design retten, doch die Skepsis bleibt gigantisch.
Einloggen in die Geisterstadt
Stell dir vor, du startest nach Jahren der Vorfreude den nächsten großen Militär-Shooter, erwartest das Chaos der „Total War“-Atmosphäre und landest in einer klinisch reinen, leeren Hülle. Genau dieses Gefühl beschreibt derzeit die Stimmung in der Community.
Bild: WhiteBoy ist Herr der Deinstaller
Wenn jemand wie WhiteBoy7thst den Titel als den „vielleicht größten Flop der Gaming-Geschichte“ bezeichnet, ist das kein bloßes Clickbait-Getöse mehr. Es ist die Quittung für Jahre, in denen EA und DICE die Geduld ihrer Kernzielgruppe auf eine harte Probe gestellt haben.
Bild: WhiteBoy bezeichnet Battlefield 6 als vllt. größten Flop der Gaming-Geschichte
Das Ende der Geduld: Wenn Deinstallation zum Statement wird
Während man bei Battlefield 4 noch über kaputte Server und Netcode-Probleme fluchte, blieb das Herz des Spiels unangetastet. Battle(non)sense legt den Finger in die Wunde: Battlefield 4 hatte ein Fundament, auf dem man aufbauen konnte. Battlefield 6 hingegen scheint seine Seele an der Garderobe des Massenmarktes abgegeben zu haben.
„In Sachen Gameplay ist es das schlechteste und am wenigsten 'Battlefield-ige' Spiel in der Geschichte der Franchise.“ – Battle(non)sense
Der Vorwurf wiegt schwer: DICE wurde offenbar nicht erlaubt, ein echtes Battlefield zu entwickeln.
Stattdessen wirkt das Produkt wie ein Frankenstein-Monster, zusammengeschustert aus Elementen, die Call-of-Duty-Spieler ködern sollen, dabei aber die eigenen Stärken – Zerstörung, Klassen-Synergien und taktische Tiefe – komplett vergisst.
Season 1: Ein Tropfen auf den heißen Asphalt
In der Welt der Live-Service-Games von 2026 ist Content die einzige Währung, die zählt. Battlefield 6 ist hier bankrott. Westie bringt es auf den Punkt: In einer Ära, in der Spieler von Ablenkungen überflutet werden, darf man sich nicht darauf verlassen, dass sie aus purer Nostalgie bleiben.
Bild: Season 1 Content
Zwei Maps und drei Waffen für eine erste Season sind kein Update, sondern eine Beleidigung für jeden, der den Vollpreis bezahlt hat.
Swagg beobachtet denselben Effekt: Die Aufmerksamkeitsspanne ist kurz, und wenn innerhalb eines Monats nichts passiert, zieht die Karawane weiter zum nächsten Shooter.
Bild: Swagg findet, es passiert zu wenig und Westie bestätigt.
Zu wenig, zu spät?
Zwischen all dem Frust keimt eine winzige Hoffnung auf: Ein Lead Level Designer, verantwortlich für einige der ikonischsten Karten der Seriengeschichte, ist zurück bei DICE. Die Aufgabe? Die leblosen Schlachtfelder von Battlefield 6 zu retten. Doch die Community ist skeptisch.
Xfactor Gaming spricht aus, was viele denken: Die Fans sind müde. Sie sind müde von „Slop“ – minderwertigem Content, von dem Publisher denken, dass wir ihn einfach schlucken.
Ein guter Designer kann zwar Deckung hinzufügen und Laufwege optimieren, aber er kann nicht das gesamte Movement-System oder die fragwürdige Fahrzeug-Balance im Alleingang umkrempeln. Die Geschichte von Battlefield 6 wird derzeit nicht in den Entwicklerbüros geschrieben, sondern in den Deinstallations-Statistiken der Spieler.
Du merkst: Der Vibe ist derzeit düster. Evtl. bekommt EA mit Season 2 den Hypetrain wieder in Fahrt.