Black Ops 7 SBMM-Update: Treyarch antwortet XclusiveAce. "Wir haben nichts geändert" – liegt es an den Spielern?
Die Wendung im Matchmaking-Drama: Demografie statt Algorithmus?
Gestern noch sah es so aus, als hätte Treyarch die Community beim Thema "Open Matchmaking" an der Nase herumgeführt. Heute rudert XclusiveAce – basierend auf direkten Gesprächen mit den Entwicklern – etwas zurück. Treyarch beharrt darauf: Am System wurde nichts gedreht.
Kurz & Knapp
- Treyarchs Reaktion: Die Entwickler haben Kontakt zu XclusiveAce aufgenommen und seine Test-Matches analysiert.
- Das Dementi: Treyarch bekräftigt, dass sich am Matchmaking-Algorithmus im Vergleich zur Beta nichts geändert hat.
- Die Erklärung: Der Unterschied im Spielgefühl ("schwitzen") liege an der "Spieler-Demografie" und der Aufteilung auf verschiedene Playlists im Full Build.
- Ace's Fazit: Er hält die Erklärung für plausibel, hofft aber auf ein offizielles Statement nach Thanksgiving.
"Es liegt nicht an uns, es liegt an euch"
XclusiveAce postete ein Update auf X (Twitter), das die Diskussion in eine neue Richtung lenkt. Treyarch argumentiert, dass die Diskrepanz zwischen der "lockeren" Beta und dem "schwitzigen" Launch nicht an einem strengeren SBMM-Regler liegt, sondern an externen Faktoren:
- Playlist-Fragmentierung: In der Beta spielten alle in wenigen Moshpits. Jetzt verteilt sich die Spielerbasis auf Quick Play, Hardcore, Face Off, Zombies, Nuketown 24/7 etc. Das macht den Pool an verfügbaren Spielern für den Algorithmus kleiner.
- Spieler-Demografie: Das ist der spannende Punkt. Treyarch deutet an, dass die Zusammensetzung der Spielerbasis anders ist.
Unsere Analyse dazu: Das könnte ein indirektes Eingeständnis der niedrigen Spielerzahlen sein. Wenn die Casual-Gamer aufgrund der schlechten Reviews (Metacritic 1.7) fehlen oder in der Kampagne/Zombies hängen, bleiben im Multiplayer primär die "Sweats" und Hardcore-Fans übrig.
Wenn nur noch gute Spieler online sind, fühlt sich jedes Match wie ein SBMM-Turnier an – selbst wenn das Matchmaking komplett zufällig wäre.
Ein technisches Alibi?
Ace selbst merkt an, dass er diese Möglichkeit ("Demographics") bereits in seinem ursprünglichen Video als potenziellen Faktor genannt hatte. Er scheint Treyarchs Erklärung vorerst zu glauben.
Dennoch bleibt ein bitterer Beigeschmack. Für den Endnutzer ist das Ergebnis dasselbe: Egal ob durch strengen Algorithmus oder durch eine geschrumpfte, elitäre Spielerbasis – das Erlebnis für gute Spieler ist aktuell geprägt von schlechten Verbindungen und harten Lobbys.
Treyarch hat angekündigt, nach der Thanksgiving-Pause (also wahrscheinlich Anfang nächster Woche) ein offizielles Statement zu veröffentlichen, damit wir uns nicht nur auf "Hörensagen" verlassen müssen. Bis dahin bleibt die Frage: Ist das Matchmaking kaputt, oder sind einfach keine "Noobs" mehr da?
via X