Nvidia Hotfix 581.94: So behebst du die FPS-Einbrüche unter Windows 11 24H2 & 25H2
Das Herbst-Update für Windows 11 sorgt bei Gamern aktuell für mehr Frust als Freude. Nachdem sich Berichte über massive Frametime-Spikes und generell niedrigere FPS in diversen Titeln häuften, reagiert Nvidia nun mit einem außerplanmäßigen Update. Der "GeForce Hotfix Display Driver 581.94" soll die Kommunikation zwischen Grafikkarte und dem aktualisierten Betriebssystem wieder glätten. Doch Vorsicht: Dies ist kein regulärer "Game Ready"-Treiber.
Kurz & Knapp
- Das Problem: Spürbare FPS-Einbrüche und Ruckler nach Windows 11 Updates (KB5066835).
- Betroffene Versionen: Windows 11 24H2 (Build 26100.6899+) und 25H2 (Build 26200.6899+).
- Die Lösung: Nvidia Hotfix Treiber 581.94.
- Wichtig: Der Treiber ist eine Beta-Version (kein WHQL) und muss manuell installiert werden.
- Empfehlung: Nur installieren, wenn du akute Probleme hast.
Diagnose: Ist dein Windows-System betroffen?
Bevor du blindlings Treiber installierst, lohnt sich ein Blick unter die Haube deines Betriebssystems. Nvidia gibt spezifische Build-Nummern an, ab denen die Probleme auftreten. Das Problem liegt hierbei nicht primär an deiner Hardware, sondern an Änderungen im Windows-Kernel, die mit den Updates KB5066835 (und folgenden) eingeführt wurden.
So findest du deine genaue Build-Nummer heraus:
- Drücke die Tastenkombination
Windows-Taste + R. - Tippe
winverein und bestätige mit Enter. - Im sich öffnenden Fenster siehst du hinter "Betriebssystembuild" eine Nummer.
Laut Nvidia treten die Performance-Probleme ab folgenden Versionen auf:
- Windows 11 24H2: Ab Build 26100.6899
- Windows 11 25H2: Ab Build 26200.6899
Liegt deine Nummer darunter, sind deine Ruckler vermutlich anderer Natur. Liegst du darüber oder genau darauf, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die aktuelle Schnittstelle zwischen Windows und dem Nvidia-Treiber der Flaschenhals ist.
Der Hotfix 581.94 im Detail
Nvidia hat am 19. November 2025 reagiert und den Treiber 581.94 veröffentlicht. Technisch basiert dieser auf dem bekannten Game Ready Treiber 581.80. Das bedeutet, du bekommst keine neuen Features oder Optimierungen für kommende Spiele, sondern lediglich den spezifischen Fix für das Windows-Problem.
"Lower performance may be observed in some games after updating to Windows 11 October 2025 KB5066835." – Nvidia Support
Diese nüchterne Aussage im offiziellen Support-Dokument kaschiert ein wenig den Ärger, den viele Nutzer in den letzten Wochen hatten.
Was "Hotfix" für dich bedeutet
Ein Hotfix-Treiber unterscheidet sich wesentlich von den Standard-Treibern, die du gewohnt bist:
- Kein WHQL-Zertifikat: Microsoft hat diesen Treiber noch nicht den langwierigen Zertifizierungsprozess durchlaufen lassen. Er ist stabil genug für den Notfall, gilt aber formal als Beta.
- Kein Auto-Update: Du wirst diesen Treiber nicht in der GeForce Experience oder der Nvidia App finden. Du musst ihn manuell herunterladen.
- Fokus: Er repariert nur diesen spezifischen Fehler.
Installation und Risiko-Abwägung
Solltest du den Treiber sofort installieren? Nicht unbedingt. Wir empfehlen folgende Vorgehensweise:
Hast du keine Probleme in deinen Spielen, ignoriere den Hotfix. "Never change a running system" gilt hier doppelt, da Beta-Treiber unter Umständen neue, unvorhergesehene Bugs mitbringen können. Leidest du unter FPS-Drops seit dem Windows-Update, ist der 581.94 jedoch deine beste Option bis zum nächsten offiziellen WHQL-Release.
Schritt-für-Schritt zur manuellen Installation:
- Lade den Treiber direkt von der Nvidia-Supportseite herunter (Link unten). Achte auf die korrekte Version für dein Betriebssystem (Windows 10/11).
- Führe die
.exeals Administrator aus. - Wähle bei der Installation "Benutzerdefiniert" und setze idealerweise den Haken bei "Neuinstallation vornehmen". Dies löscht alte Treiberreste und sorgt für eine saubere Basis – gerade bei solchen tiefgreifenden Konflikten oft der entscheidende Faktor.
Analyse: Warum knirscht es zwischen Microsoft und Nvidia?
Dass ein Windows-Update die Gaming-Performance torpediert, ist kein neues Phänomen, aber die Häufung bei den Versionen 24H2 und 25H2 ist auffällig. Experten vermuten, dass Microsoft im Hintergrund Änderungen am WDDM (Windows Display Driver Model) oder am Thread-Scheduler vorgenommen hat, um die Energieeffizienz oder die KI-Integration (Copilot) zu verbessern.
Diese Eingriffe in die Ressourcenverwaltung können dazu führen, dass Spiele-Threads nicht mehr mit der höchsten Priorität behandelt werden oder die Kommunikation mit der GPU kurzzeitig stockt – was wir als Ruckler wahrnehmen. Nvidia muss in solchen Fällen den Treiber anpassen, um dem Betriebssystem wieder klarzumachen, wie die Ressourcen verteilt werden müssen.
Die vollständige Integration dieses Fixes in den regulären Entwicklungszweig wird mit dem nächsten offiziellen "Game Ready"-Treiber erwartet. Bis dahin ist der 581.94 der einzige Rettungsanker für betroffene Systeme.
Was kannst du jetzt tun?
Wenn dein System ruckelt, überprüfe deine Windows-Build-Version wie oben beschrieben. Bestätigt sich der Verdacht, lade den Hotfix 581.94 manuell herunter und führe eine saubere Neuinstallation durch.
Download: Hotfix 581.94