Die Modelle bleiben fester Bestandteil des Portfolios, auch wenn die aktuelle Marktsituation durch externe Faktoren angespannt bleibt. ASUS betont, dass keine Pläne existieren, den Verkauf dieser SKUs einzustellen.
Tech-Briefing: Die ASUS-Korrektur
- Kernbotschaft: Kein EOL (End of Life) für RTX 5070 Ti und RTX 5060 Ti 16 GB.
- Fehlerquelle: Fehlinterpretation interner Informationen durch die regionale PR.
- Primäres Problem: Massive Engpässe bei der VRAM-Zulieferung limitieren den Output.
- Verfügbarkeit: Schwankende Bestände im Handel sind kein Indiz für Produktionsstopp.
- Support-Garantie: Weiterhin volle Unterstützung und fortlaufende Produktion geplant.
Das Dementi: Klärung der "EOL"-Gerüchte
Das offizielle Statement von ASUS rückt die Kommunikation der letzten Tage gerade. Der Hersteller stellt klar, dass die GeForce RTX 5070 Ti und die RTX 5060 Ti 16 GB nicht den EOL-Status erreicht haben. Die Verwirrung entstand durch eine lückenhafte Informationsweitergabe innerhalb der PR-Abteilung, die eine temporäre Nicht-Verfügbarkeit fälschlicherweise als dauerhafte Einstellung des Produkts interpretierte.
In der Hardware-Branche führt die Bezeichnung "EOL" oft zu einer Kettenreaktion: Distributoren stoppen die Listung, und Retail-Preise ziehen aufgrund von Knappheitsspekulationen an. Mit der aktuellen Richtigstellung versucht ASUS, diesen Prozess zu stoppen und das Vertrauen der Käufer in die Langlebigkeit der Blackwell-Mittelklasse zu sichern.
Memory Supply Constraints: Der wahre Grund für die Knappheit
Hinter den Kulissen ist nicht die mangelnde Nachfrage oder ein Strategiewechsel das Problem, sondern die Memory Supply Constraints. Die Fertigung der Karten ist direkt an die Zuteilung von GDDR7-Modulen (für die 5070 Ti) und hochdichten GDDR6X-Komponenten (für die 5060 Ti 16 GB) gebunden.
ASUS gibt an, dass diese Knappheit die Produktionszyklen und damit auch die Restocking-Intervalle im Handel beeinflusst. Das führt dazu, dass Karten in Wellen auf den Markt kommen, anstatt eine konstante Verfügbarkeit zu gewährleisten.
Hintergrund: Die Allokation von Grafikspeicher unterliegt aktuell globalen Schwankungen, da Kapazitäten zwischen dem Consumer-Markt und dem boomenden AI-Sektor (HBM3/HBM4-Produktion priorisiert oft gleiche Fertigungslinien) aufgeteilt werden.
Auswirkungen auf den Retail-Markt
Für Endkunden bedeutet das Statement vor allem Planungssicherheit. Da die Produktion weiterläuft, ist in den kommenden Wochen mit einer Stabilisierung der Bestände zu rechnen, sobald die Speicherlieferungen die Fertigungsstraßen erreichen.
ASUS arbeitet nach eigenen Angaben eng mit Partnern zusammen, um die Lieferketten zu stabilisieren. Solange die Bauteilknappheit anhält, bleibt die RTX 50-Serie in diesen spezifischen Konfigurationen jedoch ein volatiles Gut. Wer auf ein Modell mit 16 GB VRAM angewiesen ist, muss weiterhin mit kurzfristigen Out-of-Stock-Meldungen rechnen, ohne jedoch befürchten zu müssen, dass das Produkt komplett vom Markt verschwindet.
Quelle: Asus