Warzone Season 1: Raven kündigt die Meta-Revolution an. 4 Updates pro Season & komplett neue Waffen-Logik.
Der "Road to Season 01" Plan: Schluss mit der Langeweile, her mit dem Chaos?
Vergiss alles, was du über Warzone-Metas der letzten Jahre weißt. Raven Software hat angekündigt, die statischen "Eine Waffe dominiert für 3 Monate"-Phasen beenden zu wollen. Die Mittel dazu sind drastisch: Eigene Stats für Warzone, ein Hard-Cap für Aufsätze und eine Update-Frequenz, die Casual-Spielern Schweißperlen auf die Stirn treiben dürfte.
Kurz & Knapp
- Meta-Frequenz: Raven plant bis zu 4 Meta-Updates pro Season. Das Spiel wird sich ständig verändern.
- Stat-Trennung: Warzone-Aufsätze haben ab sofort komplett eigene Werte, unabhängig vom Multiplayer.
- Overkill für alle: Der Perk "Overkill" ist nun Standard. Jeder kann zwei Primärwaffen tragen.
- 5-Aufsatz-Limit: Die "Gunfighter"-Wildcard fliegt raus. Jede Waffe hat maximal 5 Attachments.
- Magazin-Cap: Sturmgewehre sind auf max. 60 Schuss begrenzt (LMGs sollen die Munitions-Könige bleiben).
- One-Shot-Shotguns: Pumpguns mit Slug-Munition (Flintenlaufgeschosse) töten mit einem Headshot.
Die 4-Updates-Strategie: Frischer Wind oder Level-Zwang?
Die wohl kontroverseste Ankündigung betrifft die Häufigkeit der Balance-Patches. Raven verpflichtet sich dazu, die "Warzone-Waffen-Meta mehr als viermal pro Season zu aktualisieren".
Was das heisst:
- Pro: Es wird (theoretisch) keine monatelange Dominanz einer einzelnen "Broken Gun" (wie der DMR-14 damals) mehr geben. Das Spiel bleibt frisch.
- Contra: Für Gelegenheitsspieler, die nicht jeden Tag spielen, wird es schwer, Schritt zu halten. Kaum hat man die "Meta-Waffe" gelevelt, könnte sie schon wieder generft sein. Kritiker könnten hier eine Strategie vermuten, um Blueprint-Verkäufe anzukurbeln, da Spieler ständig neue Waffen brauchen.
Der Fokus liegt dabei klar auf den neuen Black Ops 7 Waffen. Legacy-Waffen (MW2/MW3) bleiben im Spiel, spielen aber laut Raven nur noch die zweite Geige.
Endlich: Eigene Stats für Warzone
Das ist der "Heilige Gral", den die Community seit 2020 fordert. Raven bestätigt: "Zum ersten Mal verfügen Aufsätze in Warzone über Werte, die völlig einzigartig und getrennt vom Multiplayer sind."
Das bedeutet, Treyarch kann im Multiplayer eine Waffe balancen, ohne sie in Warzone nutzlos zu machen – und umgekehrt. Ein Aufsatz, der im schnellen 6v6 die ADS-Zeit ruiniert, könnte in Warzone für die nötige Reichweite sorgen. Dies erlaubt Raven, das Balancing spezifisch auf die Time-to-Kill (TTK) und die Panzerplatten-Mechanik von Battle Royale abzustimmen.
Klassen-Identität: Schluss mit “Eierlegenden Wollmilchsäuen”
Raven will verhindern, dass Sturmgewehre (ARs) alles können. Es gibt nun klare Nachteile und Rollenverteilungen:
- Sturmgewehre (ARs): Das Magazin-Cap von 60 Schuss ist ein massiver Nerf für Squad-Modi. Wer mehr Munition will, muss jetzt zum LMG greifen. Zudem gibt es zwei Lauf-Typen: "Long-Range" (langsam, präzise) und "Mid-Range" (Recoil-Control, aber weniger Bullet Velocity).
- LMGs: Sollen die definitiven "High-Capacity"-Waffen werden.
- SMGs: Erhalten "Mid-Range"-Läufe, um die Lücke zu ARs zu schließen, verlieren dabei aber Mobilität.
- Snipers: Spezielle Läufe reduzieren Flinch (Zucken) und Idle Sway, um das Halten von Winkeln zu belohnen.
Aufsätze & Loadout: Overkill ist Standard
Das Loadout-System wird entschlackt. Overkill (zwei Primärwaffen tragen) ist kein Perk mehr, sondern ein Standard-Vorteil für jeden Spieler.
Im Gegenzug wurde die Gunfighter-Wildcard gestrichen. Das Limit liegt hart bei 5 Aufsätzen.
Raven will damit "bedeutungsvolle Entscheidungen" erzwingen. Wer null Rückstoß will, muss mehrere Slots dafür opfern und verliert ADS-Speed. Wer Stealth will (Schalldämpfer reduzieren nun auch den visuellen Rückstoß!), verliert Reichweite. Es soll keinen "perfekten" Build mehr geben, der alles abdeckt.
High Skill, High Reward: Die One-Shot Pumpgun
Für Skill-Spieler gibt es ein besonderes Schmankerl: Pump-Action Shotguns mit Slug-Munition können innerhalb ihrer maximalen Reichweite wieder One-Shot-Headshots verteilen. Das erfordert Präzision, belohnt aber gutes Positioning massiv.
Zudem wird der Ground Loot aufgeräumt: Pistolen wurden entfernt. Wer landet, findet direkt eine Waffe, mit der man sich wehren kann. Das dürfte den Frustfaktor beim Hot-Drop deutlich senken.
Raven meint es ernst
Raven Software scheint die Fehler der Vergangenheit analysiert zu haben. Die Trennung der Stats und die klare Definition von Waffen-Rollen klingen auf dem Papier fantastisch. Die aggressive Update-Politik (4x pro Season) ist jedoch ein Risiko. Es wird ein schmaler Grat zwischen "dynamischer Meta" und "nervigem Level-Grind".
Am 4. Dezember wissen wir mehr, wenn Season 1 startet.