Battlefield 6 goes E-Sports: EA pumpt 1 Million Dollar in REDSEC – Aber was ist mit Conquest?
Battlefield REDSEC Elite Series & Open Series: Der Weg zum Pro (oder zumindest zum Preisgeld)
Es war nur eine Frage der Zeit. Nachdem der Battle Royale Modus Redsec überraschend gut eingeschlagen ist, will EA jetzt ein Stück vom großen E-Sports-Kuchen abhaben, den sich sonst Warzone und Apex teilen. Ab dem 10. Dezember startet die Battlefield REDSEC Elite Series.
Kurz & Knapp
- Das Geld: Über $1.000.000 Preispool in der ersten Saison (bis 18. Januar).
- Das Format: Unterteilt in Elite Series (Invites/Pros) und Open Series (für uns Sterbliche).
- Der Modus: Eine Mischung aus Battle Royale (Qualifikation) und Gauntlet (Finale).
- Startschuss: Elite Series am 10. Dezember, Open Series am 12. Dezember.
- Die Regionen: Americas, EMEA (das sind wir) und APAC.
- Die Plattform: Cross-Platform und Cross-Input. Egal ob Maus oder Controller, jeder darf mitmischen.
Elite Series: Wo die Streamer schwitzen
Für die Elite Series hat EA den Geldbeutel weit aufgemacht. Aber hier kommt man nicht einfach so rein. EA hat 50 Team-Captains pro Region handverlesen eingeladen, die sich ihre Squads selbst zusammenstellen dürfen. Wir werden hier also die üblichen Verdächtigen, Pro-Gamer und Top-Streamer sehen.
Das Format klingt aber tatsächlich spannend:
Es werden 6 Runden Battle Royale gespielt, um Punkte zu sammeln. Die Top 8 Squads landen dann in einem Gauntlet-Finale (dem Knockout-Modus). Das Ganze läuft über drei Spieltage, bevor es ins große Regional-Finale geht.
Ein kleiner Wermutstropfen für uns Europäer: Während in "Americas" um satte 500.000 Dollar im Finale gezockt wird, müssen sich EMEA und APAC mit 285.000 Dollar begnügen. Naja, immerhin besser als ein feuchter Händedruck und ein Dogtag.
Open Series: Eure Chance (Theoretisch)
Jetzt zum interessanten Teil für uns Feierabend-Helden. Die Open Series startet am 12. Dezember und ist offen für alle. Die Anmeldung läuft über Repeat.gg.
Hier könnt ihr euch mit eurem Squad beweisen. Die besten Teams der Open Series qualifizieren sich für das Open Season Finale im Januar (immerhin 30.000 Dollar Preispool). Und der Clou: Die Top 8 Teams aus diesem Finale steigen in der nächsten Saison in die Elite Series auf. Der Traum vom Pro-Gamer lebt also – vorausgesetzt, ihr überlebt das "Javelin" Anti-Cheat-System, das hoffentlich besser funktioniert als PunkBuster damals.
Aber... was ist mit dem "echten" Battlefield?
Als Veteran der Serie muss ich hier kurz den Finger in die Wunde legen. Es ist toll, dass BF6 E-Sports bekommt. Wirklich. Aber dass der Fokus zu 100% auf REDSEC (Battle Royale) liegt, tut schon ein bisschen weh.
Wir alle wissen: Die Magie von Battlefield liegt in Conquest und Rush. In koordinierten 32v32 Schlachten, nicht nur im Überlebenskampf zu viert.
EA hat das im Blog-Post zumindest erwähnt. Sie sagen, sie "erkennen die Grassroots-Bemühungen der Community für 32v32 Showdowns an" und wollen mit der Community zusammenarbeiten, um "zukünftige Wettbewerbe in den Kern-Multiplayer-Modi" zu entwickeln.
Das klingt erst mal nach PR-Sprech für "Wir schauen mal, ob Redsec Geld bringt, und dann sehen wir weiter". Aber immerhin ist die Tür nicht zu. Spectator-Modus und Custom Lobbies sollen verbessert werden, was ein gutes Zeichen ist.
Fazit: EA meint es ernst. Eine Million Dollar ist eine Ansage an die Konkurrenz. Wer Skill hat und ein festes Squad, sollte sich ab dem 12. Dezember in die Open Series wagen. Für alle anderen gibt es Twitch-Drops und die Hoffnung, dass irgendwann auch mal ein Conquest-Turnier stattfindet.
Wir sehen uns auf dem Schlachtfeld (und wehe, ihr klaut mir den Loot).
via EA