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Bloomberg enthüllt: Wildlight ist pleite, weniger als 20 Mitarbeiter übrig – Tencent-Tochter war Hauptgeldgeber

Von TYay0 in Highguard news
vor 13 Stunden (aktualisiert vor 13 Stunden)
Ein ausführlicher Bloomberg-Bericht liefert erstmals Einblicke hinter die Kulissen des Highguard-Desasters. Das Ergebnis: schlimmer als gedacht. Das Studio ist bankrott, die Finanzierung war an Metriken gebunden, und die Führung wollte einfach Apex Legends kopieren.
Bloomberg enthüllt: Wildlight ist pleite, weniger als 20 Mitarbeiter übrig – Tencent-Tochter war Hauptgeldgeber

Die ganze Wahrheit kommt ans Licht

Was wir in den letzten Wochen stückweise erfahren haben, bestätigt Bloomberg nun mit einem umfassenden Bericht, der auf Gesprächen mit zehn ehemaligen Wildlight-Mitarbeitern basiert. 

Die Kernaussage: Das Studio ist pleite, weniger als 20 Leute sind noch da, und die Tencent-Finanzierung war an Erfolgskennzahlen gebunden, die Highguard nie auch nur annähernd erreicht hat.

Kurz & Knapp

  • Weniger als 20 Mitarbeiter sind noch bei Wildlight Entertainment
  • Am 11. Februar wurde dem 100-köpfigen Team mitgeteilt: "Das Studio hat kein Geld mehr"
  • TiMi Studio Group (Tencent-Tochter) war der Hauptfinanzier – nicht nur ein Investor
  • Die Finanzierung war an Metriken wie Retention Rate gebunden – alle verfehlt
  • Führung lehnte Early Access ab, um den "Shadow Drop" von Apex Legends zu kopieren
  • Aktuelle Spielerzahlen: 121 Spieler auf Steam – ein Rückgang von 99,9% seit Launch

"Das Studio hat kein Geld mehr"

Laut Bloomberg fand am 11. Februar ein All-Hands-Meeting statt – einen Tag bevor die Massenentlassungen öffentlich wurden. Die Nachricht an die rund 100 Mitarbeiter war unmissverständlich: Wildlight ist pleite. Die meisten müssen gehen.

 

Weniger als 20 Personen sollen noch im Studio arbeiten. Das erklärt, warum ein Entwickler im Discord offen zugab, der "Reputational damage" sei bereits angerichtet und die Website habe niedrige Priorität. Mit einem Rumpfteam von unter 20 Leuten gibt es schlicht keine Ressourcen für Schadensbegrenzung.

TiMi Studio Group: Mehr als nur ein Investor

Die Tencent-Verbindung, die wir bereits berichtet haben, war offenbar noch tiefgreifender als angenommen. Bloomberg identifiziert die TiMi Studio Group – eine Tencent-Tochter, bekannt für Call of Duty: Mobile und Honor of Kings – als "lead financial backer" von Wildlight.

 

Das steht in krassem Widerspruch zu den öffentlichen Aussagen von CEO Dusty Welch, der das Studio wiederholt als "unabhängig" und "ohne Unterstützung einer großen Organisation" bezeichnet hatte. Wildlight wurde 2023 als "fully funded" Studio gegründet – jetzt wissen wir, woher das Geld kam.

Sowohl Welch als auch Tencent lehnten eine Stellungnahme gegenüber Bloomberg ab.

Finanzierung an Metriken gebunden – alle verfehlt

Der vielleicht wichtigste Punkt des Berichts: Die Mitarbeiter hatten den Eindruck, dass die Finanzierung an bestimmte Erfolgskennzahlen gebunden war – insbesondere die Retention Rate. Bloomberg schreibt, Wildlight habe diese Ziele "nicht einmal annähernd erreicht".

 

Das erklärt den abrupten Kollaps. Kein schleichender Niedergang, keine Chance auf Nachbesserung – sondern ein binäres System: Ziele erreichen oder Geldhahn zu. Highguard erreichte die Ziele nicht, und fünf Wochen nach Launch ist das Studio faktisch Geschichte.

 

Die aktuellen Spielerzahlen unterstreichen das Ausmaß des Scheiterns: 121 Spieler waren zuletzt auf Steam aktiv. Das entspricht einem Rückgang von 99,9% seit dem Launch-Peak von 97.249 Spielern. Eine Retention Rate, die gegen Null tendiert.

Der Apex-Legends-Komplex

Ehemalige Entwickler geben gegenüber Bloomberg Einblicke in die Denkweise der Führungsebene. Das Problem lässt sich in einem Satz zusammenfassen: Man glaubte, den Erfolg von Apex Legends einfach wiederholen zu können.

 

CEO Dusty Welch war früher COO und GM von Apex Legends bei Respawn Entertainment. Apex wurde 2019 am Tag der Ankündigung veröffentlicht – ein legendärer "Shadow Drop", der die Gaming-Welt überraschte und sofort Millionen Spieler anzog.

 

Diese Strategie wollte Wildlight kopieren. Als intern der Vorschlag kam, Highguard in Early Access zu bringen, lehnte die Führung ab. Man wollte den großen Überraschungs-Launch. Die Game Awards schienen die perfekte Bühne – doch der Trailer erntete Spott statt Hype.

 

Die bittere Ironie: Apex Legends funktionierte, weil es ein herausragendes Spiel war, das einen übersättigten Markt mit frischen Ideen überraschte. Highguard versuchte 2026, denselben Trick in einem noch übersättigteren Markt zu wiederholen – mit einem Produkt, das laut Bloomberg-Quellen "blind spots in the process" aufwies.

Tester-Feedback ignoriert?

Der Bericht wirft auch Fragen zum Entwicklungsprozess auf. Zwar seien die Reaktionen von Testern "überwiegend positiv" gewesen, doch es habe "blinde Flecken im Prozess" gegeben.

 

Josh Sobel, der entlassene Lead Tech Artist, hatte in seinem mittlerweile gelöschten Post ähnliche Einblicke gegeben: Intern war man überzeugt, einen Hit zu haben. Die Realität – 90% Spielerverlust in einer Woche – traf das Team offenbar völlig unvorbereitet.

Was bleibt von Wildlight?

Mit weniger als 20 Mitarbeitern, keinem Geld und 121 aktiven Spielern ist die Frage nicht mehr, ob Highguard überlebt, sondern wie lange das Rumpfteam noch durchhält. Die Updates der letzten Wochen – neue Modi, Waffen-Balancing, Content – wirken im Licht des Bloomberg-Berichts wie verzweifelte Lebenszeichen eines bereits toten Projekts.

 

CEO Dusty Welch schweigt. Tencent schweigt. Die verbliebenen Entwickler arbeiten weiter, obwohl sie wissen müssen, dass es vorbei ist.

 

Die Highguard-Saga ist mehr als nur die Geschichte eines gescheiterten Spiels. Sie ist eine Warnung an alle, die glauben, vergangene Erfolge ließen sich mit genug Geld und Selbstvertrauen einfach wiederholen. 

Der Gaming-Markt 2026 ist nicht der Markt von 2019. Und "Lightning in a bottle" fängt man nicht, indem man dieselbe Flasche zweimal aufmacht.

Quellen

Beitrag erstellt in Highguard

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Highguard – Die deutschsprachige Community rund um den PvP-Raid-Shooter von Wildlight Entertainment. Schlüpft in die Rolle eines Wardens, eines arkanen Revolverhelden, und kämpft in Dreier-/Fünfer-teams um die Kontrolle über einen mythischen Kontinent. Diskutiert Strategien, teilt Builds und findet Mitspieler – willkommen bei Highguard!

Spiel Informationen
Highguard
Teil der Highguard Reihe
Aktuelle Spielerzahlen 279 15
Entwickler Wildlight Entertainment
Publisher Wildlight Entertainment
Release 2026-01-26
Genre PvP Raid Shooter
Plattformen
PC
Beschreibung Ein Free-to-Play-PvP-Raid-Shooter, in dem Dreierteams als Wardens – arkane Revolverhelden – durch weite Landschaften reiten, Beute sammeln und feindliche Crews bekämpfen. Spieler errichten und verteidigen Festungen, kämpfen um das legendäre Shieldbreaker-Artefakt und belagern gegnerische Basen.
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