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Highguard: Website offline, Tencent-Finanzierung enthüllt – Das Ende naht

Von TYay0 in Highguard news
vor 15 Stunden (aktualisiert vor 15 Stunden)
Erst die Massenentlassungen, dann der gelöschte Entwickler-Account. Jetzt ist auch die offizielle Website verschwunden – und ein Bericht enthüllt: Das "Indie-Studio" wurde von Tencent finanziert.
Highguard: Website offline, Tencent-Finanzierung enthüllt – Das Ende naht

Schrödingers Shooter

Highguard befindet sich in einem Zustand, den man als Schrödingers Katze der Gaming-Welt bezeichnen könnte: gleichzeitig tot und lebendig, bis jemand die Box öffnet. Seit Dienstag zeigt die offizielle Website nur noch eine kryptische Fehlermeldung – und von Wildlight Entertainment kommt kein Wort.

Kurz & Knapp

  • Die offizielle Highguard-Website ist seit Stunden offline und zeigt nur "Site Unavailable"
  • Ein Bericht von Game File enthüllt: Tencent finanzierte das angebliche "Indie-Studio" maßgeblich
  • Der Discord-Link auf der Fehlerseite führte zwischenzeitlich zu einem völlig fremden Server
  • Wildlights X-Account schweigt seit den letzten Patch Notes am Donnerstag
  • Aktuelle Spielerzahlen: 738 Spieler – ein Rückgang von über 99% seit Launch

Eine Fehlermeldung sagt mehr als tausend Worte

Wer aktuell die offizielle Highguard-Website aufruft, sieht nicht etwa Neuigkeiten zum Spiel oder den versprochenen Content-Kalender für 2026. Stattdessen: das Spiellogo, ein "Site Unavailable"-Hinweis und eine Support-E-Mail-Adresse von Code32, einem Hosting-Dienst für Gaming-Websites.

 

Besonders pikant: Der Discord-Button auf der Fehlerseite verlinkte zeitweise auf einen völlig fremden Server namens "High Guard Gaming Guild" – bevor jemand den Fehler bemerkte und korrigierte. Wenn selbst die Notfall-Kontaktseite nicht funktioniert, wirft das Fragen auf.

 

Natürlich könnte das ein technisches Problem sein. Server fallen aus, Hosting-Verträge laufen ab, IT-Mitarbeiter werden entlassen – wobei, Moment. Die meisten Mitarbeiter wurden ja bereits entlassen.

Die Tencent-Bombe

Parallel zur Website-Misere platzt eine Nachricht, die das bisherige Narrativ komplett umwirft: Laut einem Bericht von Game File wurde Highguard maßgeblich von Tencent finanziert – dem chinesischen Tech-Giganten, der Anteile an praktisch jedem größeren Gaming-Unternehmen hält.

 

Das wirft ein völlig neues Licht auf Wildlights Selbstdarstellung. Gründer Dusty Welch betonte wiederholt, ein unabhängiges, selbst publizierendes Studio zu führen. Die Mitarbeiter sprachen davon, dass Highguard endlich der Durchbruch sein könnte, der "den finanziellen Fluch der Millennials bricht" – mit Tantiemen-Beteiligung und allem drum und dran.

Ein Studio mit über 100 Mitarbeitern, finanziert von einem der größten Konzerne der Welt, als "Indie" zu bezeichnen, ist bestenfalls kreative Auslegung – schlimmstenfalls bewusste Irreführung.

Rock Paper Shotgun-Autor Oisin Kuhnke bringt es auf den Punkt: Die Enthüllung löst keine Genugtuung aus, sondern Frustration über die "Hybris derjenigen an der Spitze, die glaubten, den Erfolg von vor Jahren einfach wiederholen zu können – trotz komplett veränderter Marktbedingungen".

Die Zahlen des Grauens

Die aktuellen Steam-Statistiken zeichnen ein düsteres Bild: 738 Spieler waren zuletzt online. Zum Vergleich: Am Launch-Tag, dem 26. Januar, spielten 97.249 Menschen gleichzeitig Highguard.

Das ist ein Rückgang von über 99%.

Die aktuelle Spieleranzahl von Highguard liegt bei 620 Spielern. Der Allzeit-Höchststand lag bei 97'249 gleichzeitigen Spielern am 26. Januar 2026.

Der Februar zeigt in den Charts einen Peak von 13.119 Spielern – bereits ein Bruchteil des Januars. Die Tendenz? Kontinuierlich nach unten. Free-to-play, keine Einstiegshürde, über 1,5 Millionen Spieler haben das Spiel im Januar ausprobiert. Die allermeisten kamen einmal, schauten sich um und gingen wieder.

Funkstille auf allen Kanälen

Was die Situation besonders beunruhigend macht: Wildlight schweigt. Der letzte Post auf dem offiziellen X-Account datiert vom Donnerstag – Patch Notes für ein Update. Seitdem: nichts. Keine Stellungnahme zur Website, keine Durchhalteparolen, keine Roadmap-Updates.

 

Im Discord-Server herrscht ähnliche Stille von offizieller Seite. Die Community spekuliert, diskutiert, einige hoffen noch auf ein Lebenszeichen. Die Mehrheit scheint sich bereits mit dem Unvermeidlichen abgefunden zu haben.

Was "Indie" wirklich bedeutet

Die Tencent-Enthüllung wirft grundsätzliche Fragen auf. Wildlight positionierte sich bewusst als Underdog-Geschichte: Ein unabhängiges Team, das seinen Traum verwirklicht, abseits der großen Publisher. Diese Erzählung generierte Goodwill, Vorschusslorbeeren, vielleicht sogar mildere Kritik.

 

Aber kann ein Studio mit 100+ Mitarbeitern und Tencent-Backing ernsthaft als "Indie" gelten? Die Grenzen sind fließend, sicher. Doch wenn die Finanzierung aus derselben Quelle kommt, die auch an Riot Games, Epic, Ubisoft und Activision Blizzard beteiligt ist, fällt das "Klein gegen Groß"-Narrativ in sich zusammen.

 

Die entlassenen Entwickler, die auf Tantiemen hofften, dürften sich fragen, wo das Tencent-Geld eigentlich hingeflossen ist – und warum es offenbar nicht reichte, um das Studio länger als zwei Wochen nach einem holprigen Launch am Leben zu halten.

Wartet auf das offizielle Ende?

Offiziell ist Highguard noch nicht tot. Creative Director Jason McCord betonte nach den Entlassungen, er arbeite weiterhin am Spiel. Ein "Core Team" existiert theoretisch noch. Der Content-Kalender für 2026 wurde nie zurückgezogen.

 

Aber eine offline gegangene Website, ein verstummter Social-Media-Auftritt, unter 1.000 aktive Spieler und das Schweigen nach der Tencent-Enthüllung – das sind keine Zeichen eines Studios, das an ein Comeback glaubt. Das sind die letzten Zuckungen vor dem "Wir danken allen Spielern für ihre Unterstützung"-Post.

 

Bleibt zu hoffen, dass die entlassenen Entwickler schnell neue Stellen finden. Und dass diejenigen, die noch bei Wildlight sind, nicht einfach am Freitag eine E-Mail bekommen, dass es das jetzt war.

Die Spieler haben ihr Urteil längst gefällt. Die Website offenbar auch.

Beitrag erstellt in Highguard

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Spiele, Actionspiele

Highguard – Die deutschsprachige Community rund um den PvP-Raid-Shooter von Wildlight Entertainment. Schlüpft in die Rolle eines Wardens, eines arkanen Revolverhelden, und kämpft in Dreier-/Fünfer-teams um die Kontrolle über einen mythischen Kontinent. Diskutiert Strategien, teilt Builds und findet Mitspieler – willkommen bei Highguard!

Spiel Informationen
Highguard
Teil der Highguard Reihe
Aktuelle Spielerzahlen 903 17
Entwickler Wildlight Entertainment
Publisher Wildlight Entertainment
Release 2026-01-26
Genre PvP Raid Shooter
Plattformen
PC
Beschreibung Ein Free-to-Play-PvP-Raid-Shooter, in dem Dreierteams als Wardens – arkane Revolverhelden – durch weite Landschaften reiten, Beute sammeln und feindliche Crews bekämpfen. Spieler errichten und verteidigen Festungen, kämpfen um das legendäre Shieldbreaker-Artefakt und belagern gegnerische Basen.
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