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Highguard-Entwickler löscht Account nach Gamer-Kritik – Die Saga geht weiter

Von TYay0 in Highguard news
vor 10 Stunden (aktualisiert vor 9 Stunden)
Erst machte Josh Sobel die "Gamer-Kultur" für den Highguard-Flop verantwortlich. Jetzt ist sein X-Account verschwunden. Ein Rückzug, der mehr Fragen aufwirft als er beantwortet.
Highguard-Entwickler löscht Account nach Gamer-Kritik – Die Saga geht weiter

Nach der Kritik kommt die Stille

Die Highguard-Kontroverse hat ein neues Kapitel: Josh Sobel, der entlassene Lead Technical Artist von Wildlight Entertainment, hat seinen X-Account gelöscht – nur wenige Tage nachdem sein Post über das Scheitern des Spiels viral ging und heftige Gegenreaktionen auslöste.

Kurz & Knapp

  • Josh Sobel (@Joshiepoo25) hat seinen X-Account vollständig gelöscht
  • Der Rückzug erfolgte nach massiver Kritik an seinen Aussagen zur "Gamer-Kultur"
  • Sobel hatte zuvor Spieler und Content Creator für den Highguard-Flop mitverantwortlich gemacht
  • Veteranen wie Witchfire-Director Adrian Chmielarz hatten seine Argumentation öffentlich zerpflückt
  • Highguard kämpft weiterhin mit Spielerzahlen unter 2.000 auf Steam

Vom lauten Statement zur digitalen Funkstille

Noch vor wenigen Tagen stand Sobels ausführlicher Post im Zentrum der Debatte. Seine Kernaussage: Highguard wurde von "Minute eins zur Witzfigur gemacht", die Gamer-Community habe "absurden Aufwand" betrieben, das Spiel zu verleumden, und Content Creator würden mit Negativ-Content zehnmal mehr Engagement generieren als mit positiven Beiträgen.

 

Die Reaktionen fielen gemischt aus. Während einige Entwickler Solidarität zeigten, kam aus anderen Ecken der Branche deutlicher Widerspruch. Adrian Chmielarz, Creative Director hinter Witchfire und ehemals bei People Can Fly für Painkiller verantwortlich, nannte das Spiel schlicht "bad" und warf dem Studio vor, die eigenen Fehler nicht sehen zu wollen.

"Now you have a developer still unable to believe they made a bad game. No, it's 'the gamer culture' that killed it."

Jetzt zeigt Sobels Profil nur noch eine leere Seite. Wer seine Posts aufrufen will, sieht die Meldung: “This Post is from an account that no longer exists.”

This Post is from an account that no longer exists.

Ein Muster wiederholt sich

Der Rückzug erinnert an Sobels eigene Schilderung aus seinem ursprünglichen Post: Bereits nach dem Game-Awards-Trailer hatte er sein Profil auf privat gestellt, nachdem Videos über seine "Feigheit" erschienen und Leute ihn dafür auslachten, stolz auf Highguard zu sein.

 

Diesmal geht er einen Schritt weiter. Statt das Profil zu sperren, ist der Account komplett verschwunden.

 

Die Ironie liegt auf der Hand: Sobel kritisierte, dass Highguard keine faire Chance bekommen habe, weil die öffentliche Meinung bereits vor Release feststand. Sein eigener Rückzug aus der Öffentlichkeit, bevor die Debatte sich setzen konnte, folgt einem ähnlichen Muster – nur in die andere Richtung.

Was bleibt von der Debatte?

Die Löschung ändert nichts an den Fakten. Highguard startete mit knapp 97.000 Spielern auf Steam und liegt aktuell bei unter 2.000. Das ist kein Ergebnis von Review-Bombing oder YouTube-Hetze – das ist das Resultat eines Free-to-Play-Titels, den Spieler ausprobiert und dann wieder verlassen haben.

Highguard Spielerzahlen

Bild: Visuelle Darstellung des Scheiterns

 

Forbes-Autor Paul Tassi beobachtete den Absturz in Echtzeit: Die Zahlen halbierten sich in fünf Stunden, sanken auf 20%, dann auf 5%. Diese Spieler haben nicht auf Twitter gehasst – sie haben einfach aufgehört zu spielen.

 

Die Kritik an persönlichen Angriffen auf Entwickler bleibt berechtigt. Niemand verdient Beleidigungen oder Aufforderungen, "bei McDonald's arbeiten zu gehen", wie Sobel es beschrieb. Aber zwischen toxischem Verhalten und legitimer Spielkritik verläuft eine Linie, die in dieser Debatte oft verschwimmt.

Das größere Bild

Highguard reiht sich ein in eine wachsende Liste von Live-Service-Flops: Concord, der Painkiller-Reboot, und diverse andere Titel, die mit großen Ambitionen starteten und sang- und klanglos verschwanden. Chmielarz stellte die entscheidende Frage:

"Hundreds of people worked on these games for years. How does it happen that they ever see the light of day in the form they do?"

Die Antwort liegt vermutlich in genau der Echokammer, die Sobel selbst beschrieb – nur andersherum. Wenn intern alle überzeugt sind, dass etwas "Lightning in a bottle" ist, fehlt der kritische Blick, der Probleme früh erkennt. Und wenn dieser Blick dann von außen kommt, nach Release, mit 100.000 Spielern die das Produkt testen, wird er als "Hate" abgetan.

 

Creative Director Jason McCord arbeitet weiterhin an Highguard. Ob das verbliebene Team den angekündigten Content-Kalender stemmen kann, bleibt offen. Die Spielerzahlen sprechen jedenfalls nicht für ein Comeback.

 

Sobels Schweigen wird die Debatte nicht beenden. Aber vielleicht ist ein Rückzug aus dem Rampenlicht gerade das Richtige – für alle Beteiligten.

Beitrag erstellt in Highguard

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Highguard

Spiele, Actionspiele

Highguard – Die deutschsprachige Community rund um den PvP-Raid-Shooter von Wildlight Entertainment. Schlüpft in die Rolle eines Wardens, eines arkanen Revolverhelden, und kämpft in Dreier-/Fünfer-teams um die Kontrolle über einen mythischen Kontinent. Diskutiert Strategien, teilt Builds und findet Mitspieler – willkommen bei Highguard!

Spiel Informationen
Highguard
Teil der Highguard Reihe
Aktuelle Spielerzahlen 1'416 5
Entwickler Wildlight Entertainment
Publisher Wildlight Entertainment
Release 2026-01-26
Genre PvP Raid Shooter
Plattformen
PC
Beschreibung Ein Free-to-Play-PvP-Raid-Shooter, in dem Dreierteams als Wardens – arkane Revolverhelden – durch weite Landschaften reiten, Beute sammeln und feindliche Crews bekämpfen. Spieler errichten und verteidigen Festungen, kämpfen um das legendäre Shieldbreaker-Artefakt und belagern gegnerische Basen.
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