CS-Miterfinder Gooseman würde gern an Battlefield arbeiten - und kritisiert Valves Animations-Stillstand
CS-Legende will bei Battlefield ran - und hat schon konkrete Ideen im Kopf
Gooseman verlies das CS-Entwicklerteam 2006, weil ihm Valves konservativer Kurs zu langsam war
Er glaubt, EA oder Activision hätten Counter-Strike längst ruiniert
Call of Duty schlägt CS2 beim Gun Feel - laut Gooseman selbst
Sein eigenes Spiel Alpha Response verzichtet bewusst auf PvP, weil der Markt für Newcomer praktisch unzugänglich ist
Valve hat CS gerettet - aber auch eingefroren
Gooseman ist stolz auf das, was er mitgeschaffen hat. Aber er macht auch keinen Hehl daraus, dass die Franchise ohne Valve heute nicht mehr existieren würde.
"If Counter-Strike was run by a AAA company like EA or Activision, there's no way it would have lasted this long."
Valves Ansatz, nicht kurzfristig zu monetarisieren, sei der Kern des Erfolgs. Gleichzeitig war genau diese Zurückhaltung der Grund, warum Gooseman 2006 das Team verließ. Er wollte Grenzen verschieben - Valve wollte das nicht.
Rückblickend sieht er das als richtige Entscheidung für beide Seiten. CS hat sich kaum verändert - und genau das hält es am Leben. Spieler von vor 25 Jahren steigen heute in CS2 ein und finden sich sofort zurecht.
Gun Feel, Battlefield und ein offenes Jobangebot an DICE
Was Gooseman an CS2 vermisst, sieht er bei der Konkurrenz: besseres Gun Feel. Sein Urteil ist dabei ungewohnt deutlich für jemanden, der das Original mitgebaut hat.
"From someone who likes the feel of shooting guns, I would say Call of Duty does feel more satisfying."
Valve stecke laut Gooseman noch in den Animations-Gewohnheiten des Jahres 2000 fest. Der Screen Shake beim Schießen, wie man ihn aus CoD kennt, fehlt in CS2 bewusst - aus Rücksicht auf die Esports-Szene und neue Spieler. Das ist eine bewusste Design-Entscheidung, kein Versehen.
Sein aktuelles Shooter-Liebling ist aber weder CS2 noch CoD. Gooseman spielt Battlefield und hätte direkt Ideen für die Reihe parat.
"I like the Battlefield series. I'd like to work on that. There's a few ideas that I personally feel would improve Battlefield. So I feel like that's a project that I could really contribute to if the opportunity arose."
Was genau er sich vorstellt, behält er für sich. Aber das Statement allein dürfte bei DICE und EA für Aufmerksamkeit sorgen - ob gewollt oder nicht.
Für sein eigenes Projekt Alpha Response, einen Shooter rund um Spezialeinsätze der Polizei, hat Gooseman sich gegen einen PvP-Modus entschieden. Der Markt sei seit einem Jahrzehnt de facto geschlossen für alle ohne das Budget von Counter-Strike, Call of Duty oder chinesischen Großstudios wie hinter Delta Force. Dass selbst Tarkov es in die Top 15 der meistgespielten PC-Games 2025 schaffte, während neue PvP-Titel regelmäßig floppen, bestätigt seinen Punkt auf gewisse Weise.
Auch andere Shooter-Projekte abseits der großen Marken kämpfen mit dem Thema Nischenpublikum, wie zuletzt ARC Raiders mit seinem bewusst anderen Ansatz gezeigt hat. Und wer auf eine neue große Eigenentwicklung hofft, darf gespannt sein - auch Bungies Marathon steht noch vor ungeklärten Problemen.
Quelle(n)
Gooseman bei Battlefield? Das wäre ja mal was anderes, würde aber auch mega Sinn machen. Der Typ hat damals CS erschaffen und jetzt kritisiert er, dass Valve bei den Animations-Updates einfach pennt, da könnte frischer Wind bei einem großen Shooter wie Battlefield wirklich helfen.
Ich mein, das ist wie wenn ein erfolgreicher Trainer nach vielen Jahren zu nem anderen Verein geht, um neue Impulse zu setzen. Gooseman hätte bei Battlefield die Chance, wirklich was zu bewegen und vielleicht sogar wieder so nen Game zu schaffen, das die Szene richtig durcheinander wirbelt wie damals CS.
Gooseman hat recht, dass bei CS die Animation stagniert. Valve kümmert sich um den Esport, aber bei den Details wird es langsam lahm. Bei Battlefield könnte er mit modernen Engine-Tools und nem größeren Budget tatsächlich was Solides abliefern.
Allerdings frag ich mich, ob Battlefield die taktische Tiefe von CS jemals kriegt, solange es so sehr auf Arcade-Gameplay und Vehicle-Chaos setzt, denn genau das ist nicht Goosemans Ding.
Gooseman hat recht, dass bei CS die Animation stagniert. Valve kümmert sich um den Esport, aber bei den Details wird es langsam lahm. Bei Battlefield könnte er mit modernen Engine-Tools und nem größeren Budget tatsächlich was Solides abliefern.
Allerdings frag ich mich, ob Battlefield die taktische Tiefe von CS jemals kriegt, solange es so sehr auf Arcade-Gameplay und Vehicle-Chaos setzt, denn genau das ist nicht Goosemans Ding.