Quick Links

AI
14 Beiträge im Community Space

Milliarden-Wetten auf heiße Luft? DeepMind-Chef warnt vor dem großen KI-Knall

Von TYay0 in AI news
vor 19 Stunden (aktualisiert vor 19 Stunden)
Der Hype um Künstliche Intelligenz nimmt absurde Züge an: Milliarden für Startups, die noch nicht einmal ein fertiges Programm haben. Sir Demis Hassabis, der Kopf hinter Googles KI-Schmiede DeepMind, schlägt im Interview mit der Financial Times nun kritische Töne an. Während Glücksritter ihr Geld verfeuern, bereitet sich der Branchenprimus auf das Platzen der Blase vor.
Milliarden-Wetten auf heiße Luft? DeepMind-Chef warnt vor dem großen KI-Knall

In Davos sprach Hassabis Klartext: Wer Millionen in Firmen pumpt, die außer einem schicken Namen und ein paar klugen Köpfen nichts vorzuweisen haben, handelt "nicht nachhaltig". 

Während andere Tech-Giganten die Euphorie-Trommel rühren, warnt der Nobelpreisträger vor einer Marktkorrektur, die den Goldgräbern der Branche bald den Stecker ziehen könnte.

Tech-Briefing: Die Fakten zum KI-Beben

  • Blasen-Alarm: Investitionen in Startups ohne Produkte gelten als riskant und spekulativ.
  • Marktmacht: Googles Mutterkonzern Alphabet ist trotz Kritik über 4 Billionen Dollar wert.
  • China-Check: Der Erfolg des Billig-Modells DeepSeek wird als "Überreaktion" eingestuft.
  • Die neue Hoffnung: Smart Glasses (KI-Brillen) sollen durch digitale Assistenten endlich alltagstauglich werden.
  • Sicherheitsnetz: Google sieht sich durch die Einbindung von KI in bestehende Dienste (Suche, Docs) krisenfest.

Wenn das Geld schneller fließt als der Code

Es ist ein Muster, das wir aus der Dotcom-Ära kennen: Investoren werfen mit Geld um sich, aus Angst, das nächste große Ding zu verpassen. Hassabis kritisiert vor allem die astronomischen Summen für Startups in der Frühphase. Ein Beispiel ist das Thinking Machine Lab der ehemaligen OpenAI-Chefin Mira Murati – bewertet mit 10 Milliarden Dollar, obwohl kaum jemand weiß, was dort eigentlich genau gebaut wird.

 

Für Hassabis ist das mathematisch und wirtschaftlich kaum haltbar. Wenn die ersten dieser "Einhörner" scheitern, weil die versprochenen Wunder ausbleiben, könnte das Vertrauen des gesamten Marktes kippen.

Hintergrund: Viele dieser Firmen finanzieren ihr teures Training von KI-Modellen auf Pump. Bleiben die zahlenden Kunden aus, bricht das Kartenhaus zusammen.

Keine Angst vor der Billig-KI aus China

Anfang des Jahres sorgte das chinesische Modell DeepSeek für Panik an den Börsen. Es war fast so gut wie die US-Konkurrenz, kostete in der Entwicklung aber nur einen Bruchteil. Hassabis gibt hier jedoch Entwarnung: Die westliche Welt habe überreagiert.

 

Zwar seien die chinesischen Entwickler extrem gut darin, bestehende Technik effizienter zu machen und schnell zu Geld zu machen, doch die echte Innovation – der Vorstoß in Richtung einer "Super-Intelligenz" (AGI) – finde weiterhin primär in den USA und Europa statt. Der Vorsprung von etwa sechs Monaten klinge wenig, sei in dieser Branche aber ein entscheidender taktischer Vorteil.

Der zweite Frühling der Nerd-Brille

Erinnert ihr euch an Google Glass? Das Projekt scheiterte vor zehn Jahren krachend, weil niemand wie ein Cyborg aussehen wollte und die Brille kaum Nutzen bot. Hassabis glaubt, dass wir damals einfach zu früh dran waren.

 

Heute soll die KI die Rettung sein. Mit dem neuen Modell Gemini 3 im Hintergrund könnte eine Brille endlich das leisten, was wir uns erhoffen: Ein digitaler Assistent, der sieht, was wir sehen, und uns im Alltag wirklich hilft – etwa beim Kochen, Reparieren oder Übersetzen in Echtzeit. Die Brille ist nicht mehr nur ein Gimmick, sondern das Gehäuse für die "Killer-App" KI.

"Wenn die Blase platzt, sind wir bereit"

Trotz der Warnungen zeigt sich Hassabis für Google optimistisch. Der entscheidende Unterschied zu den gehypten Startups: Google hat bereits Milliarden Nutzer und Produkte wie die Suche oder Gmail.

 

Selbst wenn die Risikokapitalgeber morgen den Geldhahn zudrehen, kann Google seine KI einfach in seine bestehenden Dienste einbauen, um diese besser und effizienter zu machen. Für den DeepMind-Chef ist KI kein reiner Selbstzweck, sondern ein Werkzeug, das sich in der echten Welt beweisen muss – sei es in der Wissenschaft, der Medizin oder eben im Büroalltag.

 

Quelle: ft.com

Beitrag erstellt in AI

Echte Infos. Keine Klickschlachten. Deine Gaming-Quelle: BFcom.

Neu hier?

Macht nichts. Melde dich an und diskutiere mit!

Konto erstellen

Willkommen im zentralen Hub für alles rund um Künstliche Intelligenz. Egal, ob du die neuesten Funktionen von Gemini und Claude für den Alltag nutzt, mit Bilderzeugungs-Tools kreativ wirst oder mithilfe von KI deinen Code optimierst – hier bist du richtig. Dieser Space dient dem Austausch über praktische Anwendungsfälle, die besten Prompts, die aktuellsten News aus der Tech-Welt und die ethischen Fragen, die uns alle bewegen.

Filter
© 2009 - 2026 BFcom - Battlefield Community