Bungie korrigiert den Kurs – Tag 2 bringt erste Anpassungen
Keine 48 Stunden nach Launch zeigt Bungie, dass die Feedback-Maschinerie funktioniert. Die Kritik an der Monetarisierung – ein Skin für 1.120 LUX, aber das günstigste Bundle mit nur 1.100 – wurde gehört. Und behoben.
Kurz & Knapp
- LUX-Bundle-Anpassung: 10-Dollar-Bundle gibt künftig 1.120 statt 1.100 LUX
- Entschädigung: Wer bereits kaufte, bekommt 20 LUX pro Bundle gutgeschrieben
- Deluxe-Edition-Fix: Betroffene Spieler erhalten 150 LUX als Entschuldigung
- Erster Patch nächste Woche mit Gameplay-Verbesserungen
- Mehr Meds & Ammo auf Perimeter, längere Reichweite für Objective-Marker
- Weasel-Errors werden weiter untersucht
Die LUX-Kontroverse – schnell erkannt, schnell gefixt
Die Steam-Reviews hatten es sofort angemerkt: Ein Skin kostet 1.120 Premium-Währung, aber das kleinste Bundle gibt nur 1.100. Classic Mobile-Game-Taktik – und ein schlechter erster Eindruck für ein 40-Euro-Spiel.
Bungie reagiert: Das 10-Dollar-Bundle wird auf 1.120 LUX erhöht (1.000 Basis + 120 Bonus, statt bisher 1.000 + 100). Wer vor der Änderung gekauft hat, bekommt 20 LUX pro Bundle nachträglich gutgeschrieben.
"Wir haben euer restliches Feedback zu Marathons kaufbaren Cosmetics gesehen. Wir wollen sicherstellen, dass ihr beim Ausgeben das Gefühl habt, guten Wert zu bekommen, und diskutieren Wege, diese Erfahrung zu verbessern."
Das klingt nach: Weitere Anpassungen könnten folgen. Die Community hat gesprochen, Bungie hat zugehört. Zumindest bei diesem Punkt.
Deluxe-Edition-Käufer bekommen Entschädigung
Wer die Deluxe Edition kaufte und in den ersten Stunden nach Launch seine Items nicht erhielt, bekommt 150 LUX als Entschuldigung. Die Gutschrift erfolgt bis Samstag, 7. März, 18 Uhr MEZ.
Bild: Marathon Deluxe Edition
Der Bug selbst wurde bereits am ersten Tag behoben. Server Slam Rewards, die versehentlich gelöscht wurden, wurden erneut verschickt. Twitch Drops rollen weiter aus.
Der erste Patch – was nächste Woche kommt
Bungie kündigt den ersten Post-Launch-Patch für nächste Woche an. Die vollständigen Patch Notes folgen, aber hier die Vorschau:
Objective Navigation: Die Entfernung, ab der Ziel-Marker erscheinen, steigt von 10 auf 20 Meter. Das sollte die Orientierung in den verworrenen Korridoren von Tau Ceti erleichtern.
Med- und Ammo-Ökonomie: Mehr Med Cabinets und Munitions Crates spawnen auf Perimeter. Das adressiert direkt das Server-Slam-Feedback – Meds fraßen zu viel Loadout-Budget, Back-to-Back-Fights leerten die Reserven zu schnell.
Sponsored Kits: Die kostenlosen Starter-Kits von MIDA, CyberAcme und Arachne bekommen mehr Startmunition. Gut für Rook-Spieler und alle, die ohne großes Investment einsteigen wollen.
Weasel-Errors – das nervigste Problem bleibt
Die Netzwerkabbrüche, die schon im Server Slam auffielen, sind noch nicht gelöst. Bungie glaubt, einige Fälle abgemildert zu haben, will aber "so gründlich wie möglich" sein.
Wer betroffen ist, soll im offiziellen Discord melden: Bungie-Name, Standort und Häufigkeit der Errors. Nicht ideal – aber zumindest transparent.
Tag 2 macht Hoffnung
Nach dem gemischten Launch-Bild – solide Reviews, aber deutlich hinter Arc Raiders' Spielerzahlen – zeigt Tag 2, dass Bungie die Live-Service-Lektion aus Destiny 2 gelernt hat: Schnell reagieren, transparent kommunizieren, Fehler eingestehen.
Die LUX-Anpassung war keine große Sache technisch. Aber sie war ein Symbol. Bungie hätte die Kritik ignorieren können, hätte auf "das ist Industriestandard" verweisen können. Stattdessen: Korrektur innerhalb von 48 Stunden.
Das allein macht Marathon nicht zum besseren Spiel. Das UI bleibt problematisch, die Spielerzahlen bleiben hinter den Erwartungen. Aber es zeigt: Die Entwickler hören zu.
Ob das reicht? Das entscheiden wir in den kommenden Wochen. Ranked Mode und Cryo Archive stehen noch aus. Die ersten großen Content-Updates werden zeigen, ob Marathon Momentum aufbauen kann. Bis dahin: Ein solider zweiter Tag für ein Spiel, das jeden guten Tag brauchen kann.
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