Ein Happy End – zumindest für einen
Inmitten all der Studio-Schließungen, Server-Shutdowns und Refund-Meldungen gibt es ausnahmsweise mal etwas Positives zu berichten: Derek Bentley, Environment Artist und einer der vielen Entwickler, die im Februar bei Wildlight entlassen wurden, hat einen neuen Job. Und nicht irgendeinen.
Kurz & Knapp
- Derek Bentley wurde von EA/Respawn wieder eingestellt
- Er kehrt zu Apex Legends zurück, wo er vor Wildlight bereits gearbeitet hatte
- Neue Position: Principal Environment Artist – "probably mostly rocks"
- Bentley auf Social Media: "I'm back, baby"
- Ein seltenes Happy End in der Highguard-Saga
Von Apex zu Highguard und zurück
Bentley gehörte zu den Respawn-Veteranen, die Wildlight Entertainment beitraten, um an Highguard zu arbeiten. Der Traum: Ein neues Studio, ein neuer Shooter, die Chance auf etwas Eigenes. Das Ergebnis kennen wir: 45 Tage vom Launch bis zum Shutdown, Studio aufgelöst, über 100 Leute auf Jobsuche.
Bentley hat diese Jobsuche jetzt hinter sich. Auf Social Media verkündete er seine Rückkehr zu Respawn mit den Worten:
"I'm back, baby."
Er sei "unbelievably stoked" – und wer könnte es ihm verdenken? Nach dem Chaos der letzten Monate ist ein sicherer Hafen bei einem etablierten Studio vermutlich genau das, was er brauchte.
"Probably mostly rocks"
Was genau Bentley bei Apex Legends machen wird? Als Principal Environment Artist liegt sein Fokus laut eigener Aussage "almost entirely on making some extremely cool art, probably mostly rocks".
Klingt unspektakulär, ist aber ehrliche Arbeit – und vermutlich deutlich stressfreier als die letzten Monate bei Wildlight, wo das Team verzweifelt versuchte, ein sinkendes Schiff mit Content-Updates zu retten.
Ein kleiner Lichtblick
Eurogamer-Autorin Victoria Phillips Kennedy bringt es auf den Punkt:
"I appreciate this is a small update really in the grand scheme of video game news, but goodness me is it nice to write about someone getting a new job which they are clearly very excited about, rather than studio closures and game cancellations for a change."
Dem ist wenig hinzuzufügen. Nach Wochen von Schuldzuweisungen, gelöschten Accounts, Tencent-Enthüllungen und automatischen Refunds ist eine simple "Jemand hat einen Job gefunden"-Meldung fast schon erfrischend.
Was ist mit den anderen?
Bentley ist natürlich nur einer von vielen ehemaligen Wildlight-Mitarbeitern. Weniger als 20 Leute blieben nach den Februar-Entlassungen übrig, und auch die dürften mittlerweile auf Jobsuche sein – das Studio existiert schließlich nicht mehr.
Die Gaming-Industrie braucht talentierte Entwickler. Bleibt zu hoffen, dass Bentleys Geschichte kein Einzelfall bleibt und auch seine ehemaligen Kollegen schnell neue Stellen finden.
Willkommen zurück bei Respawn, Derek. Mögen deine Felsen cool sein.
Quellen: Eurogamer, Derek Bentley, Highguard Artikel-Archiv