Wir haben analysiert, wir haben gewarnt, und die Community hat gefleht. Jetzt liegen die harten Fakten auf dem Tisch, und sie erzählen eine Geschichte, die wehtut. Während Battlefield 6 sich in Pressemitteilungen als meistverkauftes Spiel 2025 feiern lässt, enthüllt ein Blick auf die Spielerzahlen das wahre Drama hinter der Fassade: Die Spieler laufen weg. Und sie laufen nicht einfach ins Leere – sie laufen zu den Menschen, die Battlefield einst groß gemacht haben.
Zahlen lügen nicht: Warum der "Bestseller" Battlefield 6 leerläuft, während ARC Raiders das Unmögliche schafft!
Der stille Abschied: 85% Verlust
Es ist eine Zahl, die jedem, der dieses Franchise liebt, einen Stich versetzen muss. Battlefield 6 startete Mitte Oktober mit gewaltigen 747.000 gleichzeitigen Spielern. Ein Triumph, so schien es. Doch heute, kaum drei Monate später, liegt der Peak bei nur noch rund 113.000 Spielern.
Das ist ein Verlust von 85% der Spielerbasis.
Das ist kein normaler Rückgang, wie man ihn von Singleplayer-Titeln kennt, die man irgendwann durchgespielt hat. Es ist ein Kollaps für ein Spiel, das als "Live Service" konzipiert wurde, um unser tägliches Hobby zu sein.
Unser "Retention Funnel" hat ein riesiges Loch. Die Spieler kommen, sehen das Casino, fühlen die Leere und gehen wieder. Es ist der Beweis, dass man Hype kaufen, aber Loyalität nicht erzwingen kann.
Das Wunder von ARC Raiders: 91% bleiben
Der Kontrast könnte schmerzhafter – und hoffnungsvoller – nicht sein. ARC Raiders, der Extraction-Shooter der ehemaligen DICE-Veteranen (Embark Studios), startete nur zwei Wochen nach BF6. Die Startbedingungen waren härter, der Name kleiner.
- Launch Peak: 481.000 Spieler.
- Aktueller Peak: 439.000 Spieler.
- Retention: Unfassbare 91%.
In einer Branche, in der Spieleraufmerksamkeit die härteste Währung ist, gilt ARC Raiders als das "Einhorn" des Jahres 2025. Während BF6 seine Spieler verliert, hält ARC seine Community fast vollständig zusammen.
Herzblut schlägt Hype
Warum diese Diskrepanz? Während BF6 mit Identitätskrisen kämpft, liefert ARC Raiders Substanz. Substanzielle Updates im Winter, Wettereffekte, Verbesserungen der Qualität – das Spiel wird gepflegt, nicht nur gemolken.
Es bestätigt unsere These vom "Seelenverlust": Wir Spieler spüren instinktiv, wo Herzblut fließt. ARC Raiders bietet das, was BF6 fehlt – eine klare Vision und Respekt vor unserer Zeit.
Es ist eine fast poetische Ironie: Das Spiel, das die alte "Battlefield-DNA" in sich trägt (durch die Ex-DICE-Entwickler), gewinnt unsere Herzen. Das Spiel, das nur noch den Namen "Battlefield" trägt, hat zwar unsere Brieftaschen gewonnen – steht nun aber alleine da.
Der "Bestseller" steht nackt da
Die Verkaufszahlen (Platz 1 in den USA) sind der Sieg des Marketings. Die Spielerzahlen (85% Verlust) sind das Urteil der Realität. Battlefield 6 mag finanziell das Jahr gewonnen haben, aber ARC Raiders hat uns gewonnen.
Und in der Welt der Online-Games ist eine leere Lobby der Bankrott. Es zeigt uns, dass wir uns nicht irren: Wir wissen Qualität zu schätzen. Und wir sind bereit zu bleiben – wenn man uns ein Zuhause gibt, statt nur einen Shop.
Aber!
Dabei dürfen wir eines nicht vergessen: ARC Raiders ist als Extraction-Shooter mechanisch kaum mit dem klassischen Conquest-Chaos vergleichbar.
Es mag zwar aktuell vielen frustrierten Veteranen Asyl bieten, aber ein echter Ersatz für das einzigartige 'Combined Arms'-Gefühl, das wir an Battlefield so vermissen, ist es leider nicht.