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Hochhaus-Horror: Warum The Midnight Walkers das Extraction-Genre neu denkt

Von TYay0 in Gaming news trailer
vor 16 Stunden (aktualisiert vor 16 Stunden)
Vergiss weitläufige Wälder oder zerfallene Städte, in denen du minutenlang keinem Gegner begegnest. In The Midnight Walkers kämpfst du dich durch ein infiziertes Hochhaus, das dich mit jedem Stockwerk vor neue Herausforderungen stellt.
Hochhaus-Horror: Warum The Midnight Walkers das Extraction-Genre neu denkt

Dieser Mix aus Hardcore-Extraction und klaustrophobischem Horror markiert den wohl spannendsten Genre-Ansatz seit dem Aufstieg von Escape from Tarkov.

Kurz & Knapp: Das musst du wissen

  • Setting: Ein riesiger Hochhaus-Komplex (Liberty Grand Center) mit thematisch variierenden Etagen.
  • Mechanik: Ein dynamisches Gassystem zwingt dich, Stockwerke zu wechseln und verdichtet die Spielerbegegnungen (PvPvE).
  • Klassen: Vier unterschiedliche Archetypen (Brick, Crow, Lockdown, Bartender) für taktisches Teamplay.
  • Kampffokus: Wuchtiger Nahkampf mit seltener, aber tödlicher Fernkampf-Munition.
  • Status: Seit dem 29. Januar 2026 im Steam Early Access verfügbar.

Das Hochhaus als Endgegner: Vertikalität statt Open World

Das Liberty Grand Center ist kein bloßes Level-Design, sondern das Herzstück der Spielerfahrung. Während du in anderen Extraction-Shootern oft an den Kartenrändern entlangschleichst, zwingt dich das Design hier in die Vertikale. Jedes Stockwerk – vom Parkhaus über das Casino bis hin zum Krankenhaus – bietet spezifischen Loot, aber auch unterschiedliche Sichtlinien und Deckungsmöglichkeiten.

 

Das eigentliche Highlight ist das Giftgassystem. Anstatt eines schrumpfenden Kreises werden Stockwerke zufällig mit Gas geflutet. Du musst Fahrstühle oder Treppenhäuser nutzen, um zu entkommen. Das führt zu einer natürlichen Trichterwirkung: Je länger die Runde dauert, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass du in den engen Fluren auf andere Überlebende triffst. Wer hier campen will, wird vom Gas oder einer anderen Squad aus der Reserve gelockt.

Midnight Walkers - Giftgassystem

„Die vertikale Struktur bricht mit dem traditionellen Pacing von Extraction-Games. Du planst deinen Weg nicht mehr von A nach B auf einer Ebene, sondern kalkulierst das Risiko jedes Stockwerkwechsels gegen die verbleibende Zeit und den drohenden Gasausbruch.“

Klassen-Synergien: Mehr als nur Beiwerk

In The Midnight Walkers wählst du aus vier Klassen, die das Teamplay massiv beeinflussen. Das ist kein optionaler Bonus, sondern entscheidet über den Erfolg deines Raids:

  1. Brick: Der klassische Tank. Mit schwerer Rüstung und einem massiven Hammer ebnet er den Weg durch Zombie-Horden.
  2. Crow: Die flinke Assassine. Ideal, um Gegner zu flankieren oder lautlos kritische Treffer mit Dolchen zu landen.
  3. Lockdown: Der Fernkämpfer. Mit seinem Bogen hält er Korridore unter Kontrolle, muss aber extrem sparsam mit seinen Pfeilen umgehen.
  4. Bartender: Der Support. Er mixt Cocktails, die Heilung oder Buffs verleihen – in den langen Kämpfen in den oberen Etagen oft der entscheidende Faktor zwischen Extraktion und Totalverlust.

Gameplay: Wuchtig, dreckig, gnadenlos

Der Nahkampf fühlt sich schwer und befriedigend an. Wenn du einem Walker mit dem Vorschlaghammer den Schädel einschlägst, spürst du die Wucht hinter jeder Bewegung. Fernkampf ist zwar vorhanden, spielt aber eine untergeordnete Rolle. Munition für Pistolen ist ein Luxusgut, das du dir für kritische PvP-Momente aufsparen solltest.

Gameplay: Wuchtig, dreckig, gnadenlos

Interessant ist die Balance zwischen den klassischen, langsamen Walkern und den deutlich gefährlicheren Runnern. Letztere verfolgen dich aggressiv durch mehrere Räume. Wenn du dann noch das Pech hast, dass eine feindliche Gruppe deinen Kampfgeräuschen folgt, wird The Midnight Walkers zum nervenaufreibenden Katz-und-Maus-Spiel.

Prognose: Ein Nischen-Hit mit Suchtpotenzial?

Das Spiel startet in einem soliden Zustand in den Early Access. Die Entwickler geben an, dass etwa 80 % des geplanten Umfangs für diesen Start bereitstehen. Dass sie bereits jetzt ein funktionierendes Progressions-System und stabile Server liefern (mit mehreren tausend Spielern zum Launch), ist ein gutes Zeichen.

 

Dennoch muss das Studio nachlegen. Die Langzeitmotivation wird davon abhängen, wie schnell neue Etagen und Events hinzugefügt werden. Der Fokus auf den „Locker Room“ als sozialen Hub nach dem Early Access zeigt uns, dass man eine echte Community um das Spiel aufbauen möchte. 

 

Aktuell ist es vor allem die Frische des Settings, die überzeugt. Ob es sich gegen Schwergewichte wie Arc Raiders behaupten kann, wird die Tiefe des Meta-Games entscheiden.

Beitrag erstellt in Gaming

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