Arc Raiders: Neues Kernel-Anti-Cheat in Entwicklung - droht das Ende der Linux-Unterstützung?
vor 6 Stunden (aktualisiert vor 19 Stunden)
Embark baut sein Anti-Cheat-Fundament um - und Linux-Spieler schauen nervös zu
Embark Studios testet eine neue Kernel-Level-Anti-Cheat-Lösung zusätzlich zum bestehenden Easy Anti-Cheat
Arc Raiders hat derzeit Platinum-Status auf ProtonDB und ist Steam Deck Verified
Apex Legends verlor nach dem Linux-Drop laut Entwickler 33 Prozent seiner Cheater - dieses Argument kursiert jetzt wieder
Embark hat bei The Finals Linux-Support trotz Kernel-Anti-Cheat beibehalten - ein positives Signal
Was Embark konkret plant
In einem Blogpost zum Thema "Ensuring Fair Play" hat Embark Studios offengelegt, wie der aktuelle Anti-Cheat-Stack aufgebaut ist. Basis ist Easy Anti-Cheat auf Kernel-Ebene, ergänzt durch Machine-Learning-Modelle, die auf kontinuierlichem Spieler-Telemetrie-Datenstrom trainiert werden. Dazu kommen weitere, nicht öffentlich kommunizierte Schutzschichten.
Besonders interessant: Embark testet gerade eine neue, zusätzliche Kernel-Level-Lösung, die laut Studio "sowohl Erkennung als auch Präzision in Speranza und im Rust Belt schärfen" soll. Konkret welche Software das ist, bleibt offen. Die Input-Telemetrie-Analyse in Zusammenarbeit mit dem Partner Anybrain bezeichnen die Entwickler als eines ihrer effektivsten Werkzeuge gegen Cheater - trotzdem sind Steam-Reviews weiterhin voll mit Beschwerden über Cheating.
Embark betont auch den Umgang mit Accessibility-Geräten. Spieler, die auf besondere Hardware angewiesen sind, sollen weiter spielen können. Das System soll dabei zwischen legitimer Nutzung und Missbrauch unterscheiden - über Intent-Erkennung per Telemetrie und Kommunikationsmustern.
Linux: noch kein Grund zur Panik, aber ein Grund zur Aufmerksamkeit
Arc Raiders ist derzeit eines der wenigen kompetitiven Online-Shooter mit Platinum-Rating auf ProtonDB. Das ist kein Zufall - Embark hat die Linux-Kompatibilität via Proton und den Steam-Deck-Status bisher aktiv gepflegt. Im Riven-Tides-Update gab es zwar andere Baustellen, aber keine Verschlechterung des Linux-Status.
Das Argument, das gerade wieder in bestimmten Kreisen zirkuliert: Respawn und EA behaupten, der Linux-Drop bei Apex Legends habe die Cheater-Rate um 33 Prozent gesenkt. Das klingt nach einem verlockenden Datenpunkt für Studios unter Cheat-Druck. Die Gegenposition: Embark hat bei The Finals Kernel-Anti-Cheat eingeführt und Linux trotzdem am Leben gelassen - das ist Präzedenzfall und Versprechen zugleich.
Ob das neue System Linux-kompatibel implementiert wird, hängt letztlich davon ab, welche Software Embark wählt und wie tief deren Kernel-Zugriff in die Proton-Laufzeitumgebung eingreift. Bisher hat Embark keine konkreten Pläne kommuniziert, Linux fallen zu lassen - aber das war bei Apex Legends bis kurz vor dem Drop auch so. Wer Arc Raiders unter Linux spielt, sollte die Entwicklung im Auge behalten, besonders nach dem aktuellen Patch 1.27.0.
Quelle(n)