Pitchfords KI-Selfie zieht den Zorn der Borderlands-Fans auf sich
- Am 3. Mai postete Gearbox-Chef Randy Pitchford ein KI-generiertes Bild von sich selbst auf Social Media
- Fans fürchten, dass generative KI auch Einzug in Borderlands 4 hält - ausgelöst durch fehlerhafte Patchnotes
- Pitchford stellt klar: Kein KI-Einsatz in kundenrelevanten Bereichen bei Gearbox
- Mutterkonzern Take-Two Interactive verfolgt ebenfalls eine restriktive KI-Politik
Was ist überhaupt passiert?
Am 3. Mai veröffentlichte Randy Pitchford ein KI-generiertes Porträt auf X - nach eigenen Angaben hatte er sein bevorzugtes KI-Tool gebeten, ihn so darzustellen, wie es ihn anhand seiner Interaktionen wahrnimmt. Das Ergebnis: ein generischer, mittelalter weißer Mann, der buchstäblich jeder sein könnte. Pitchford selbst nannte es "eine dumme, alberne Sache."
Was folgte, war vorhersehbar. Pitchford ist nicht bekannt dafür, bei Social-Media-Posts besonders konfliktscheu zu sein - und die Kommentarspalte lieferte prompt die passende Gegenwehr.
Der eigentliche Auslöser für die aufgeheizte Stimmung waren aber nicht nur das Bild selbst, sondern zuletzt erschienene Patchnotes zu Borderlands 4, die viele Spieler als KI-typisch wahrnahmen: Rechtschreibfehler, merkwürdige Formulierungen, der übliche Verdacht.
Pitchfords Erklärung - und warum sie nicht alle überzeugt
Pitchford antwortete auf die Kritik mit einer klaren Aussage:
"Es ist unser Grundsatz, dass wir in keinem beruflichen Kontext KI für Zwecke einsetzen, die für unsere Kunden sichtbar wären. Fehler in den Patchnotes sind menschliche."
Er betonte zudem, das Bild sei rein privat entstanden - auf seinem persönlichen Smartphone, ohne jegliche Verbindung zu Gearbox-Systemen oder -Daten. ChatGPT habe lediglich auf öffentlich verfügbares Wissen über Gearbox zurückgegriffen.
Trotzdem blieb ein Teil der Community unversöhnlich. Ein vielzitierter Kommentar brachte die Kritik auf den Punkt:
"Als jemand, der in der Spieleindustrie tätig ist, solltest du dich schämen, dass du diese Schundbilder mit Hilfe von Gen-KI generiert hast. Der Einsatz von KI ist keine Lappalie. Es gibt Künstler, deren Werke gestohlen wurden, nur damit du dein albernes Bild generieren kannst."
Und da liegt der Kern der Debatte. Ob Pitchford privat oder beruflich handelt, spielt für viele keine Rolle. Die Normalisierung von generativer KI durch Führungspersönlichkeiten der Branche ist für einen Teil der Community das eigentliche Problem - unabhängig vom konkreten Anwendungsfall.
Für Borderlands 4 selbst muss man sich allerdings kurzfristig keine großen Sorgen machen. Take-Two Interactive, das Mutterunternehmen von Gearbox, hat öffentlich eine restriktive Haltung gegenüber generativer KI eingenommen. Gearbox dürfte da kaum allein entscheiden können. Borderlands 4 ist seit dem 12. September 2025 erhältlich - und bisher gibt es keine verifizierten Belege für KI-generierten Content im Spiel selbst, was aber bei Battlefield 6 oder CoD:BO7 nicht der Fall ist.
Haha Randy mit seinem KI-Selfie, digga das ist schon witzig. Aber ehrlich gesagt kümmert mich das weniger als die Frage ob KI jetzt in den Games selbst drin steckt.
Wenn die das für Quest-Texte oder sowas nutzen würde ich das nicht mal mitbekommen, solange die Games spaßig spielen. Hoffentlich verbauen sie sich damit nicht die nächsten Borderlands lol.