Kurz & Knapp
- Capcom will keine KI-generierten Assets im finalen Spielcontent
- KI für interne Prozesse – Effizienz, Produktivität – soll aber aktiv genutzt werden
- Das Studio evaluiert KI bereits in Grafik, Sound und Programmierung
- Capcom nutzt seit 2025 KI für Konzeptbilder als Referenz – nennt das "Prozessunterstützung"
- Das Statement stammt aus einer Investorensitzung vom Februar – jetzt veröffentlicht, mitten in die Crimson-Desert-Debatte hinein
Was Capcom sagt – und was es bedeutet
Capcoms Position klingt klar: keine KI-Assets im Spiel, KI aber erlaubt um die Entwicklung zu beschleunigen. Das Problem ist dieselbe Grauzone, in die Pearl Abyss mit Crimson Desert getappt ist: KI-generierte Konzeptbilder als frühe Arbeitsreferenz – nie als finales Asset gedacht, trotzdem im Release gelandet.
Capcom macht technisch dasselbe. Technical Director Kazuki Abe erklärte bereits im Januar 2025, wie das Studio KI-generierte Bilder als Ausgangspunkt für Konzeptillustrationen nutzt. Solange diese Referenzen nicht unbearbeitet im Spiel landen, ist das nach Capcoms eigenem Standard in Ordnung.
Wo genau die Linie verläuft – wieviel menschliche Überarbeitung aus einem KI-Bild ein "echtes" Asset macht – hat Capcom nicht definiert. Das hat auch Pearl Abyss nicht. Den Unterschied macht im Zweifel nur die QA-Pipeline.
Das Statement ist vor allem eines: Beruhigung für Investoren, die nach Crimson Desert nervös wurden. Ob dahinter klare interne Prozesse stecken, werden Spieler irgendwann selbst herausfinden.
Glaubst du Capcom – oder ist das Pflichtprogramm nach einer schlechten Woche für die Branche?