Xbox Black Friday 2025: Der Ausverkauf der Giganten – Viele rote Preisschilder auf AAA Titel
Es ist wieder diese Zeit im Jahr. Dein Backlog platzt aus allen Nähten, du hast drei Spiele noch nicht mal installiert, und trotzdem zuckt der Finger, weil Microsoft rote Rabattschilder an alles klebt, was nicht bei drei auf den Bäumen ist.
Der diesjährige Black Friday Sale ist allerdings ungewöhnlich aggressiv. Dass Titel wie Battlefield 6 oder Call of Duty: Black Ops so kurz nach Release im Preis fallen, ist nicht nur Nächstenliebe – es ist ein Indikator dafür, wie hart der Kampf um deine Bildschirmzeit 2025 wirklich geworden ist.
Kurz & Knapp
- Der Elefant: Battlefield 6 ist wenige Monate nach Release reduziert – ein klares Zeichen, dass EA die Spielerzahlen pushen muss.
- Shooter-Futter: Neben BF6 sind Black Ops, Borderlands 4 und der Taktik-Brecher Ready or Not dabei.
- Preise: Ignoriere die 75%-Marketing-Luftschlösser. Die relevanten AAA-Titel liegen real bei 30–40 % Rabatt.
- Warnung: Viele „Deluxe“-Editionen sind aufgeblähter Datenmüll. Wir sagen dir, warum.
Battlefield 6: Schnäppchen oder Schadensbegrenzung?
Dass Battlefield 6 uns auf dem Banner direkt anspringt, lässt tief blicken. Wenn ein Publisher seinen wichtigsten Shooter kurz nach Launch rabattiert, brennt meist irgendwo der Baum. Entweder bei Microsoft oder bei EA. Sind wir ehrlich: Der Launch war sauberer als 2042, aber das „Service-Game“-Konzept knirscht gewaltig.
Die gute Nachricht für dich: Wir Beta-Tester der ersten Stunde haben die gröbsten Bugs für dich glattgezogen. Für den jetzigen Sale-Preis kriegst du ein Spiel, das endlich den Zustand hat, den es zum Vollpreis-Release hätte haben sollen. Das Gunplay scheppert ordentlich, der Sound ist Referenzklasse – wenn du über die teils fragwürdigen Skins der Spezialisten hinwegsehen kannst, ist das jetzt der "Safe Buy", den du vor drei Monaten verweigert hast.
Stress vs. Grind: Ready or Not und Borderlands 4
Der Sale bedient zwei völlig unterschiedliche Arten von Masochismus.
Ready or Not ist nichts für den entspannten Feierabend. Void Interactive liefert dir hier keinen Shooter, sondern eine Stress-Simulation. Du wirst sterben, weil du eine Tür nicht gecheckt hast. Du wirst deine KI-Kameraden verfluchen. Und du wirst es lieben, wenn der Einsatz nach 20 Minuten Anspannung endlich sauber durchläuft. Es ist das Anti-Call-of-Duty. Wenn deine Aufmerksamkeitsspanne durch TikTok ruiniert ist, lass die Finger davon.
Bei Borderlands 4 hingegen bekommst du Fast Food. Gearbox serviert exakt das, was du erwartest: Looten, Leveln, debile Witze. Hat sich die Formel abgenutzt? Absolut. Macht es im Koop mit drei Freunden und Bier trotzdem noch Laune? Leider ja. Der Rabatt ist hier fair, weil sich das Spiel alleine ohnehin wie Arbeit anfühlt. Kauf es nur, wenn du eine feste Truppe hast.
Die üblichen Verdächtigen: Sport und Open World
Dann haben wir die Dauerbrenner. Assassin's Creed Shadows ist im Preis gefallen. Ubisoft-Spiele kaufen wir aus Prinzip nicht zum Launch, weil sie nach acht Wochen ohnehin die Hälfte kosten – Gesetz des Marktes. Das Japan-Setting ist bildhübsch, das Gameplay gewohnt solide Formelkost. Perfekt, um das Hirn auszuschalten und Symbole von einer Map zu putzen, wenn man sonst keine Erfolgserlebnisse im Leben hat.
Zu FC 26 und NBA 2K26 muss man wenig sagen: Es sind glorifizierte Kader-Updates mit angeschlossenem Casino. Aber wenn du bisher gewartet hast: Jetzt ist der Punkt erreicht, wo der Preis halbwegs die fehlenden Innovationen rechtfertigt. Die „Ultimate Team“-Suchtspirale dreht sich auch günstiger.
Die „Deluxe“-Falle und andere Warnungen
Bevor du auf „Kaufen“ hämmerst, noch ein gut gemeinter Rat von jemandem, der schon zu viel Geld für digitalen Staubfänger ausgegeben hat:
- Ignoriere „Ultimate Editions“: Microsoft und die Publisher lieben es, dir für 20 Euro mehr eine „Ultimate Edition“ anzudrehen. Was kriegst du? Drei Skins, die du nie nutzt, und ein digitales Artbook, das du einmal öffnest und dann auf der Festplatte vergisst. Kauf die Standard-Edition. Scroll runter, sie ist meist gut versteckt.
- Der Game Pass Faktor: Check den Game Pass. Ernsthaft. Nichts schmerzt mehr, als 40 Euro für einen Titel zu droppen, der zwei Wochen später im Abo landet. Gerade bei EA-Titeln (via EA Play) ist das oft nur eine Frage der Zeit.
- Smart Delivery: Achte darauf, dass du nicht versehentlich alte One-Versionen in Bundles kaufst. Du willst die Series X-Version. Alles andere ist 2025 Körperverletzung an deinen Augen.
Am Ende des Tages wollen sie nur dein Bestes – dein Geld. Dieser Sale ist gut, keine Frage. Aber kauf nur, was du auch wirklich spielst. Dein Pile of Shame urteilt nicht über dich, aber dein Kontostand tut es.