Bungie patcht schnell – aber das größte Problem bleibt
Tag 2 des Server Slams ist vorbei, und Bungie hat ein Feedback-Recap auf X gepostet. Zwei der nervigsten Bugs sind gefixt, die Lobby-Größen angepasst – aber das meistkritisierte Element des Spiels lässt sich nicht per Hotfix reparieren. Der Server Slam läuft noch bis zum 2. März um 19:00 Uhr MEZ.
Kurz & Knapp
- Maus-Input-Bug gefixt: Der PC-Maus-Lag wurde gepatcht – Steam-Client neu starten
- Voice-Chat repariert: In-Run Voice-Chat funktioniert wieder
- Mehr PvP: Crew-Anzahl in Perimeter (Beginner) erhöht
- Weasel-Fehler eingegrenzt: Betrifft primär EU-Spieler, hängt mit bestimmten ISPs zusammen
- UI bleibt unverändert: Iterationen erst nach dem Launch geplant
Maus-Bug: Discord war schuld
Das frustrierendste Problem am Tag 1 betraf PC-Spieler, deren Maus komplett versagte – im Menü wie im Gameplay. Bungie identifizierte den Übeltäter: Discords Clips-Feature und andere Overlay-Tools griffen Marathon aggressiv ins Cursor-Handling.
Der Fix ist per Steam-Patch draußen. Dass ein AAA-Titel 2026 an Discord-Overlays scheitert, ist kein Ruhmesblatt – aber immerhin reagierte Bungie innerhalb von 24 Stunden.
Zu wenig PvP? Die UESC-Bots sind schuld
Ausgerechnet in einem Spiel, dessen Klassen komplett auf PvP ausgelegt sind, liefen ganze Runs ohne einen einzigen Spielerkontakt ab. Bungies Erklärung dafür ist fast schon komisch: Die UESC-Sicherheitsroboter schalten komplette Teams aus, bevor diese überhaupt auf andere Spieler treffen.
Als Reaktion hat Bungie die Crew-Anzahl in Perimeter (Beginner) hochgedreht. Ob das Neulinge direkt ins Feuerwerk aus Frust und verlorenem Loot schickt, wird sich am Wochenende zeigen. Bungie fragt explizit: „How's it feeling?" – hier wird nachjustiert.
Die UI: „Fontslop" und kein Fix in Sicht
Bugs lassen sich patchen. Marathons Benutzeroberfläche nicht. Ninja nannte die Menüs die „komplexesten seines gesamten Lebens". Streamer Kelski prägte den Begriff „Fontslop": 20 verschiedene Font-Kombinationen, Fettungsgrade und Abstände auf einer Menüseite.
Das Problem geht über Ästhetik hinaus. Spieler verstehen nach mehreren Runden nicht, wo sie sich befinden. Items sehen sich zum Verwechseln ähnlich. Die Navigation fühlt sich an wie ein Cyberpunk-Terminal, das für eine Kunstausstellung designt wurde – nicht für ein Spiel, in dem du unter Zeitdruck Loot sortieren musst.
Bungies Antwort: „We've heard your thoughts and want to hear more." Eine UI-Überarbeitung soll nach dem Launch kommen, ein Zeitplan fehlt. Für einen Titel, der in einer Woche 40 Euro kostet, kein beruhigendes Signal. Der Vergleich mit ARC Raiders, wo du nach 30 Minuten alles verstehst, drängt sich hier geradezu auf.
Wer selbst testen will: Marathon ist bis zum 2. März kostenlos auf PC, PS5 und Xbox spielbar. Progression wird nicht übernommen, aber Server-Slam-Belohnungen und Twitch Drops gibt es obendrauf.