Buildcrafting auf Steroiden: Deine Shell, deine Regeln
In Marathon schlüpfst du nicht in die Haut eines festen Charakters, sondern lädst dein Bewusstsein in sogenannte Runner Shells. Das sind biogedruckte Kampfmaschinen, die du nach Lust und Laune mit Cores und Implants vollstopfen kannst.
Bungie verzichtet hier bewusst auf vorgefertigte Skill-Bäume und gibt dir stattdessen einen Werkzeugkasten an die Hand. Das Ziel? Du sollst Synergien finden, die sich wie eine perfekt geölte „Rube-Goldberg-Maschine“ anfühlen – wo jede Modifikation eine Kettenreaktion auslöst.
Kurz & Knapp
- Keine Klassen-Fesseln: Du wählst eine Basis-Shell und biegst sie durch Cores und Implants in deine Richtung.
- Silhouetten-Check: Gegner sind auf 50 Meter an ihrer Form erkennbar – du weißt sofort, wer dich da gerade ins Visier nimmt.
- Sechs Spezialisten: Destroyer, Assassin, Recon, Vandal, Thief und Triage decken jeden erdenklichen Spielstil ab.
- Der Rook-Move: Ein risikofreier Solo-Modus, in dem du laufenden Partien beitrittst, um Reste zu verwerten.
- Mobilität ist King: Ob Doppelsprung, Greifhaken oder Rocket-Jump – Bewegung entscheidet über den Sieg.
Was steckt unter der Haube? Die sechs Archetypen
Du startest mit einer von sechs Basis-Hüllen, die jeweils ein ganz eigenes Spielgefühl vermitteln. Der Destroyer ist für dich gemacht, wenn du gerne mit dem Kopf durch die Wand gehst – inklusive Raketenwerfer und massiver Panzerung. Wenn du es lieber subtil magst, greifst du zum Assassin, der sich tarnen kann und keinen Fallschaden erleidet.
Für die Taktiker unter euch ist der Recon unverzichtbar: Er jagt andere Spieler wie ein Detektiv und macht sie durch Wände sichtbar. Der Vandal hingegen ist ein absoluter Bewegungskünstler, der Gegner mit seiner Armkanone einfach von Gebäuden stößt. Wenn du eher der Typ „Loot-Goblin“ bist, wird der Thief dein bester Freund – er sieht Kisten durch Wände und klaut Items mit einer Drohne. Und wer sein Team nicht verrecken lassen will, spielt den Triage, einen waschechten Kampf-Sanitäter mit Heil-Drohnen.
Visuelle Lesbarkeit – Ein Blick und du weißt Bescheid
Ein riesiger Vorteil im Chaos von Tau Ceti ist die visuelle Klarheit. Du wirst nicht von irgendwelchen bunten Skins verwirrt, die die Hitboxen verschleiern. Jede Shell hat eine markante Silhouette. Siehst du in der Ferne einen wuchtigen Klotz, ist es ein Destroyer – und du solltest deine Deckung suchen. Siehst du eine extrem schlanke Gestalt, könnte ein Assassin versuchen, dich zu flankieren. Diese direkte Kommunikation über das Charakterdesign spart dir im Gefecht wertvolle Sekundenbruchteile.
Der Rook: Die ultimative Chance für Solo-Scavenger
Besonders spannend für alle, die nach einer harten Session mal einen Gang zurückschalten wollen, ist der Rook. Das ist ein spezieller Modus, in dem du solo in bereits laufende Matches geworfen wirst. Du darfst zwar keine eigene Ausrüstung mitnehmen, verlierst aber auch nichts, wenn du draufgehst.
„Als Rook bist du der ultimative Außenseiter. Du schleichst dich rein, greifst dir den Loot, den die großen Teams liegen gelassen haben, und machst dich aus dem Staub.“
Du kannst dich sogar tarnen, damit die KI-Gegner dich ignorieren. Für andere Spieler bist du oft nur ein lästiges Insekt – oder ein Opfer für einen spontanen „Moraltest“. Lässt man dich ziehen oder wirst du über den Haufen geballert? Diese unberechenbare Dynamik macht jede Rook-Runde zu einem nervenaufreibenden Katz-und-Maus-Spiel.
Tiefgang durch Cores und Implants
Der eigentliche Spaß beginnt beim Feintuning. Cores verändern, wie deine Fähigkeiten funktionieren. Stell dir vor, du spielst den Vandal und nutzt einen Core, der deine Armkanone in einen Antrieb verwandelt. Plötzlich schießt du nicht mehr nur auf Gegner, sondern benutzt den Rückstoß, um dich selbst in die Luft zu katapultieren und von oben mit einem Flächenangriff zuzuschlagen.
Implants hingegen geben dir die nötigen Stats und passive Perks. Ein hochwertiges Implantat kann dafür sorgen, dass deine Markierungen an Gegnern kleben bleiben, selbst wenn sie hinter einer Mauer verschwinden. Du baust dir also keine Klasse „von der Stange“, sondern optimierst deine Shell bis ins kleinste Detail für deine persönliche Spielweise.
Quelle: X