Quick Links

359 Beiträge im Community Space

Highguard Episode 2: Der neue Warden verwandelt sich in einen Wolf – und das Spiel versucht, sein Image zu verwandeln

Von TYay0 in Gaming news trailer
vor 14 Stunden (aktualisiert vor 14 Stunden)
Wildlight Entertainment gibt Gas: Zwei Wochen nach dem holprigen Launch kommt mit Episode 2 bereits das zweite große Update. Ein Werwolf-Warden, permanenter Ranked-Modus und jede Menge Feinschliff – kann Highguard die Kurve kratzen?
Highguard Episode 2: Der neue Warden verwandelt sich in einen Wolf – und das Spiel versucht, sein Image zu verwandeln

Highguard bekommt seinen ersten Shapeshifter – und Wildlight beweist Kampfgeist

Vierzehn Tage. So lange hat Wildlight Entertainment gebraucht, um zwei große Updates rauszuhauen und einen experimentellen 5v5-Modus permanent zu machen. Heute, am 6. Februar 2026, folgt Episode 2 – und die bringt mit Ekon einen Warden mit, der das Mount-System komplett ignoriert. Stattdessen verwandelt er sich einfach selbst in einen Wolf. Klingt verrückt? Ist es auch. Aber auf die gute Art.

Kurz & Knapp

  • Neuer Warden Ekon: Verwandelt sich in einen Direwolf statt ein Mount zu rufen – schneller als jedes Reittier im Spiel
  • Permanenter Ranked-Modus: Sieben Ränge von Bronze bis Grandmaster, aber nur für 3v3 (ja, wirklich)
  • Neue Map Skydrift: Verlorene Wolkenstadt mit Kettenbrücken, Höhlen und einem Palast über den Wolken
  • Gear-Up-Phase komplett überarbeitet: Endlich sieht man, wo die guten Waffen liegen
  • Kostenloses Wolf-Mount für alle – Shadow-Wolf-Skin gibts nach 10 Ranked-Matches obendrauf

Ekon: Der Warden, der sein eigenes Mount ist

Vergiss alles, was du über Highguards Fortbewegungssystem weißt. Ekon, der letzte Überlebende der mysteriösen Wildwalker, pfeift auf Pferde, Bären und was auch immer die anderen Wardens so reiten. Er verwandelt sich lieber selbst in einen verdammt schnellen Direwolf.

 

Das Konzept klingt erstmal nach Gimmick, entpuppt sich bei näherer Betrachtung aber als durchdacht. Ekons gesamtes Kit dreht sich um eine Sache: Verwundete Gegner aufspüren und erledigen. Seine Passiv-Fähigkeit „Dread" zeigt die Herzschläge angeschlagener Feinde an – durch Wände hindurch, wohlgemerkt. Sobald ein Gegner wenig Leben hat, pulsiert er auf deinem Bildschirm wie ein Leuchtturm, bis er stirbt oder vollständig heilt.

 

Wolf Spirit, seine taktische Fähigkeit, schickt einen Geisterwolf los, der den nächsten Feind aufspürt. Der Wolf ignoriert dabei lässig sämtliche Hindernisse – Felsen, Gebäude, alles egal. Aufmerksame Gegner können ihn abschießen, aber bis sie reagieren, wissen sie bereits, dass du sie gejagt hast. Psychologische Kriegsführung inklusive.

Wolf Spirit

Sein Ultimate Fearsome Howl dreht dann richtig auf: Sämtliche Feinde auf der gesamten Map bekommen Dread verpasst, während Ekon selbst schneller wird. Für ein paar Sekunden weißt du exakt, wo jeder angeschlagene Gegner steckt. Koordinierte Teams werden das gnadenlos ausnutzen.

 

Die Wolf-Form selbst ersetzt nicht nur das Mount – sie übertrifft es. Kein anderes Reittier im Spiel ist so schnell. Die Third-Person-Kamera gewährt bessere Sicht um Ecken, und der Biss-Angriff lässt Ekon nach vorne dashen, zubeißen und automatisch zurück in Menschenform wechseln. Elegant? Nicht unbedingt. Effektiv? Absolut.

Wolf-Form

Für Soloqueue-Spieler dürfte Ekon ein Geschenk sein. Seine Tracking-Fähigkeiten kompensieren fehlende Teamkommunikation, während organisierte Squads gezielte Hetzjagden starten können. Die Frage ist nur: Reicht sein Schadenspotenzial, um mit den etablierten Assault-Wardens mitzuhalten? Die ersten Ranked-Wochen werden es zeigen.

Ranked-Modus da – aber nur zur Hälfte

Der permanente Ranked-Modus ist endlich da. Sieben Ränge warten: Bronze, Silver, Gold, Platinum, Diamond, Master und Grandmaster. Jeder Rang hat drei Divisionen, alle starten bei Bronze 3. Das Punktesystem belohnt nicht nur Siege, sondern auch die Art des Sieges:

SiegtypRanked Points
Überwältigender Sieg (100% Basis-HP übrig)25 RP
Normaler Sieg20 RP
Knapper Sieg (≤35% Basis-HP übrig)15 RP

Bonuspunkte gibt es für Kills, Siegesserien und Solo-Queue. Soweit, so solide.

Aber dann die Überraschung: Ranked läuft nur im 3v3-Modus. Der erst kürzlich permanent gemachte 5v5-Modus? Bleibt draußen. Wildlight argumentiert, 3v3 sei „taktischer" und „besser für kompetitives Spiel geeignet". Mag sein. Trotzdem dürfte die Entscheidung einige Spieler irritieren, die sich gerade erst an größere Teams gewöhnt hatten.

 

Immerhin: Jede Episode bringt zwei Ranked Splits mit Map- und Basen-Rotation. Split 1 umfasst Kingdom, Summit und Rivermark sowie sechs Basen. Am Ende jeder Episode winken Belohnungen basierend auf dem erreichten Rang – darunter thematische Banner Frames. Wer also Bronze nicht verlässt, bekommt trotzdem was fürs Album.

Skydrift: Eine Map, die nach oben will

„Weit westlich von Headwall, jenseits der unkartierten Lande, wo die Karten leer werden und Expeditionen verschwinden, liegt die verlorene Stadt Skydrift – kürzlich erwacht."

Poetische Beschreibung, aber was heißt das konkret? Skydrift bietet ausgehöhlte Höhlen (früher lebten hier „geflügelte Bestien" – klingt gemütlich), eine antike Arena aus Stein, massive Kettenbrücken und sogenannte Sky Jumpers, die dich zum höchsten Punkt katapultieren: einem Palast über den Wolken.

Skydrift

Für alle, die bisher vergeblich nach guten Sniper-Spots gesucht haben, könnte Skydrift die Lösung sein. Die vertikale Struktur mit erhöhten Positionen begünstigt Präzisionswaffen, während die engen Höhlen Nahkämpfe erzwingen. Teams sollten ihre Komposition überdenken – reine Rusher werden auf Skydrift vermutlich schnell frustriert sein.

 

Die Map läuft sowohl in 3v3 als auch 5v5. Interessant wird, wie sich die unterschiedlichen Teamgrößen auf das vertikale Gameplay auswirken.

Die Gear-Up-Phase: Endlich versteht man, was passiert

Die Ausrüstungsphase zu Beginn jedes Matches gehörte zu den Dingen, die Highguard am meisten angekreidet wurden. Wo sind die guten Waffen? Was bringt mir dieses weiße Fass? Episode 2 räumt auf:

Masterwork-Waffen nur noch in POIs: Rote Waffenkisten in Points of Interest enthalten jetzt Masterwork-Varianten – stärkere Versionen innerhalb ihrer Seltenheitsstufe. Ein blaues Masterwork schlägt normale blaue Waffen, erreicht aber nicht lila Niveau. Willst du die besten Waffen pro Runde? Ab in die POIs.

 

Ultimate Charger leuchten jetzt golden: Die weißen Fässer, die Ultimate Charger enthalten, waren bisher quasi unsichtbar. Jetzt glühen sie golden. Revolutionary? Nein. Überfällig? Definitiv.

 

Wegpunkte zeigen, wo es langgeht: Beim Verlassen der Basis erscheinen Marker, die zu den POIs führen. Die lassen sich anpingen – praktisch für Teams ohne Voice-Chat. Die Ingame-Map zeigt jetzt ebenfalls an, wo Masterwork-Waffen und Ultimate Charger liegen.

 

Speed Gates immer aktiv: Die Beschleunigungsportale funktionieren jetzt, sobald du in der Nähe bist – nicht mehr nur mit Shieldbreaker in der Hand. Respawns zurück ins Gefecht gehen deutlich schneller.

Balance-Schrauben und neue Spielzeuge

Die wichtigsten Balance-Änderungen

WasVorherNachherWas das bedeutet
Defensive Phase60 Sek.30 Sek.Weniger Rumstehen am Anfang
Anchor Stones Timer60 Sek.80 Sek.Schwerer zu gewinnen – Raids werden wichtiger
Bomb Kit Plantzeit2,5 Sek.3 Sek.Leichter zu unterbrechen
Orange SaddlesLangsamere HöchstgeschwindigkeitMobilität-Nerf

Die längeren Anchor-Stone-Timer sind ein klares Statement: Wildlight will, dass Teams raiden statt passiv auf Sieg zu warten. Ob das aufgeht, hängt davon ab, wie die Community reagiert.

Drei neue Orange Weapon Mods mischen die Build-Vielfalt auf:

  • Saber Rifle – Impact Rounds: Mehr Headshot-Schaden, langsamere Feuerrate, Zwei-Schuss-Salve statt drei
  • Vanguard – Drum Magazine: Riesiges Magazin, dafür träges Nachladen
  • Corsair – Doubleshot: 12 Schuss pro Abzug. Für alle, die Munition hassen

Das neue Stats-Menu in Headwall trackt deine Leistung rückwirkend aus Episode 1. Raid-Statistiken werden ab jetzt neu erfasst – ein Feature, das laut Wildlight in kommenden Episodes wachsen soll. Endlich Zahlen, mit denen du angeben kannst.

Das Cinematic, das alle vermisst haben

Parallel zu den Patch-Notes veröffentlichte Wildlight ein vierminütiges Story-Cinematic. Atticus und seine Crew greifen eine feindliche Basis an, es gibt eine Belagerungsmaschine, hitzige Gefechte und am Ende erwachen Atticus' latente Kräfte. Sieht gut aus. Macht neugierig auf die Charaktere.

Das Problem? Die Community fragt sich zurecht, warum dieses Video nicht bei den Game Awards lief. Stattdessen gab es damals einen Gameplay-Trailer, der für kollektives Schulterzucken sorgte. Das Cinematic vermittelt Atmosphäre, Stil und Lore – alles, was dem Reveal gefehlt hat. Teil zwei kommt morgen zeitgleich mit dem Update.

 

Besser spät als nie? Sicher. Aber der erste Eindruck lässt sich nun mal nicht wiederholen.

Bugs, Fixes und technischer Kram

Episode 2 behebt eine beachtliche Liste von Problemen. Die Highlights:

  • NVIDIA Reflex jetzt aktivierbar – für alle, die jeden Frame zählen
  • Ziplines funktionieren smoother, versehentliches Anhängen passiert seltener
  • Tote Spieler verschwinden von der Minimap (war vorher verwirrend)
  • Der Multi-Lock Rocket Launcher zielt nicht mehr auf Bäume (ernsthaft)
  • Mounts machen jetzt die richtigen Geräusche beim Durchqueren von Wasser
  • Performance-Boost beim Auf- und Absteigen
  • Die Crossplay-Einstellung speichert jetzt korrekt auf Konsolen

Die vollständigen Patch-Notes umfassen Dutzende weitere Fixes. Condors Tactical erfasst keine stillstehenden Mount-Reiter mehr, Redmane zerstört zuverlässig Böden unter sich, und ja – der berüchtigte „dritte Arm"-Bug wurde behoben. Frag nicht.

Zwei Wochen, zwei Updates: Wildlights Kampf um Relevanz

Highguards Launch am 26. Januar war ein Desaster – zumindest nach Steam-Reviews. Innerhalb von Minuten hagelte es Negativbewertungen, viele davon von Accounts mit unter fünf Minuten Spielzeit. „Overwhelmingly Negative" wurde zu „Mostly Negative" wurde zu „Mixed". Unter Spielern mit mehr als fünf Stunden liegt die positive Bewertungsrate mittlerweile bei 85%.

 

Wildlights Antwort: Tempo. Erst der 5v5-Modus wenige Tage nach Launch, jetzt Episode 2 mit neuem Warden, Map und Ranked. Die Roadmap verspricht alle zwei Monate neue Wardens. Für ein Studio dieser Größe ist das ambitioniert – vielleicht zu ambitioniert. Aber es zeigt, dass hier niemand aufgibt.

 

Die Performance-Probleme, die viele Launch-Reviews bemängeln, adressiert Episode 2 nicht direkt. Die Ranked-Beschränkung auf 3v3 wird nicht jedem schmecken. Und ob Highguard langfristig Spieler halten kann, steht noch aus.

 

Aber eines ist klar: Wildlight kämpft. Der Hero-Shooter-Markt nach Concords Absturz sucht nach Alternativen, und Highguards Raid-Konzept bietet echte Eigenständigkeit. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob Episode 2 reicht, um die Stimmung zu drehen.

 

Highguard ist kostenlos spielbar auf PC (Steam), PlayStation 5 und Xbox Series X|S. Das Episode-2-Update geht heute live.

 

via X

Beitrag erstellt in Gaming

Echte Infos. Keine Klickschlachten. Deine Gaming-Quelle: BFcom.

Neu hier?

Macht nichts. Melde dich an und diskutiere mit!

Konto erstellen

Der allgemeine Gaming-Space. Hier kannst du über alles diskutieren, was nicht in eine der spezifischen Communities passt – von neuen Releases über Geheimtipps bis zu allgemeinen Gaming-News.

© 2009 - 2026 BFcom - Battlefield Community