Quick Links

352 Beiträge im Community Space

Highguard: Das ehrgeizige Erbe von Apex Legends kämpft mit einem katastrophalen Fehlstart

Von TYay0 in Gaming news
vor 4 Tagen (aktualisiert vor 4 Tagen)
Mit der Veröffentlichung von Highguard wollte das neu gegründete Studio Wildlight Entertainment nichts Geringeres als ein neues Genre definieren: den PvP-Raid-Shooter. Getragen von der Erfahrung zahlreicher Veteranen, die zuvor bei Respawn Entertainment an Schwergewichten wie Apex Legends und Titanfall gearbeitet haben, versprach der Titel eine einzigartige Mischung aus taktischer Belagerung und rasantem Movement in einer High-Fantasy-Welt. Doch nur 24 Stunden nach dem offiziellen Launch am 26. Januar 2026 steht das Projekt vor einer existenziellen Zerreißprobe.
Highguard: Das ehrgeizige Erbe von Apex Legends kämpft mit einem katastrophalen Fehlstart

Ein innovativer Gameplay-Loop im Schatten der Kritik

Highguard wirft Teams in ein unkonventionelles 3v3-Format, in dem es nicht nur um reine Abschüsse geht. Zu Beginn einer Partie wählen die Spieler einen von 8 verfügbaren Wardens – Helden mit individuellen Fähigkeiten wie dem frostigen Kai oder dem blitzschwingenden Atticus – und verschanzen sich in einer von sechs verschiedenen Basen. 

 

Das Ziel ist ein strategisches Tauziehen: Während man auf dem Rücken von Bären, Katzen oder Pferden die weitläufige Karte nach Ressourcen absucht, kämpfen beide Teams um den „Shieldbreaker“. Dieses Artefakt ist der Schlüssel, um die Schilde der gegnerischen Festung zu durchbrechen, Generatoren zu sprengen und schlussendlich den Sieg zu erringen.

 

Doch genau hier setzen die ersten massiven Kritiken an. Viele Spieler empfinden die fünf zum Launch verfügbaren Karten als viel zu groß für die geringe Spieleranzahl von nur sechs Personen pro Match. Was als spannende Erkundung geplant war, entpuppt sich für viele Rezensenten als langatmig und leer. In Kombination mit einer mangelhaften Optimierung, die selbst modernste Hardware in die Knie zwingt, und einem umstrittenen Kernel-Level-Anti-Cheat, hagelt es auf Steam derzeit vernichtende Bewertungen: Mit einer positiven Rate von nur knapp 30 % wird das Spiel als „Größtenteils Negativ“ eingestuft.

Faire Monetarisierung als moralischer Anker

Trotz des spielerischen Gegenwinds hält Wildlight an einer bemerkenswert fairen Geschäftsphilosophie fest. Die Entwickler verfolgen einen strikten „No FOMO“-Ansatz. Das bedeutet: Keine Lootboxen, keine spielentscheidenden Pay-to-Win-Vorteile und keine aggressiven Pop-up-Werbeanzeigen, die den Spielfluss stören. Der In-Game-Shop konzentriert sich rein auf kosmetische Gegenstände zum Direktkauf. 

Faire Monetarisierung als moralischer Anker

Man wolle die Spieler „einfach in Ruhe lassen“, bis sie von sich aus den Shop besuchen möchten, so die Verantwortlichen. Diese Transparenz spiegelt sich auch in der Roadmap für 2026 wider, die verspricht, dass alle spielrelevanten Erweiterungen – wie die sechs geplanten neuen Wardens, zusätzliche Maps und Waffen – für die gesamte Community kostenlos bleiben werden.

Die nackten Zahlen

Die anfängliche Neugier der Gaming-Welt war zweifellos vorhanden. Kurz nach dem Start erreichte Highguard auf Steam einen beachtlichen Peak von fast 98.000 gleichzeitig aktiven Spielern. Dieser Erfolg war jedoch von kurzer Dauer. Innerhalb weniger Stunden stürzten die Nutzerzahlen um über 80 % ab und pendelten sich bei etwa 10.000 Spielern ein. Fachmedien bezeichnen diesen Rückgang als anomal schnell für einen namhaften Hero-Shooter.

Kurz nach dem Start erreichte Highguard auf Steam einen beachtlichen Peak von fast 98.000 gleichzeitig aktiven Spielern.

Die Studioleitung reagiert derweil besonnen, wenn auch selbstkritisch. CEO Dusty Welch räumte ein, dass das Marketing – insbesondere der Trailer bei den Game Awards 2025 – den eigentlichen Kern des Spiels nicht ausreichend transportiert habe. Gleichzeitig betont das Team, dass man kein Millionen-Publikum benötige, um erfolgreich zu sein. Man setze auf eine treue Kern-Community, die man durch die zweimonatlich erscheinenden Episoden der Roadmap langfristig binden möchte. 

 

Ob dieser Plan aufgeht oder ob Highguard als das erste Sorgenkind des Jahres 2026 in die Geschichte eingeht, werden die kommenden Wochen zeigen, wenn im Februar mit Episode 2 der erste große Härtetest inklusive Ranked-Modus ansteht.

Beitrag erstellt in Gaming

Echte Infos. Keine Klickschlachten. Deine Gaming-Quelle: BFcom.

Neu hier?

Macht nichts. Melde dich an und diskutiere mit!

Konto erstellen

Der allgemeine Gaming-Space. Hier kannst du über alles diskutieren, was nicht in eine der spezifischen Communities passt – von neuen Releases über Geheimtipps bis zu allgemeinen Gaming-News.

© 2009 - 2026 BFcom - Battlefield Community