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Highguard Launch-Check: Totgesagte leben länger – Warum die Titanfall-Veteranen gerade alles richtig machen

Von TYay0 in Gaming news
vor 3 Stunden (aktualisiert vor 3 Stunden)
Nach dem Spott bei den Game Awards blieb es bei Wildlight Entertainment verdächtig ruhig. Wer hinter die Kulissen blickt, erkennt: Dieses Schweigen ist kein Zeichen von Schwäche, sondern eine Kampfansage an die moderne Empörungskultur der Gaming-Szene.
Highguard Launch-Check: Totgesagte leben länger – Warum die Titanfall-Veteranen gerade alles richtig machen

Zwischen Spott und Gameplay-Hoffnung: Die Ruhe vor dem Highguard-Sturm

Wer hat die Game Awards 2025 nicht mit einer Mischung aus Hoffnung und leichter Ermüdung verfolgt? Als Geoff Keighley Highguard als krönenden Abschluss präsentierte, war die Reaktion im Netz ein kollektives Augenrollen – ein weiterer Hero-Shooter in einem übersättigten Markt. 

Doch während die Tastatur-Krieger auf X (ehemals Twitter) bereits den Untergang herbeischrieben, wie sie es auch gerade bei Battlefield 6 tun, vergaßen viele ein entscheidendes Detail: Die DNA dieses Spiels stammt von den Köpfen, die uns Titanfall 2 und Apex Legends geschenkt haben.

Kurz & Knapp

  • Studio: Wildlight Entertainment (ehemalige Lead-Developer von Respawn).
  • Konzept: Ein „PvP Raid Shooter“ mit Fokus auf Belagerungen und Klassen-Synergien.
  • Release-Datum: Montag, der 26. Januar 2026 auf Steam und Konsolen.
  • Bezahlmodell: Free-to-Play mit Fokus auf kosmetische Items.
  • Key-Feature: Der Kampf um den „Shieldbreaker“, um feindliche Festungen zu knacken.

Das Schweigen der Lämmer? Warum kein Marketing manchmal das beste Marketing ist

Es ist fast schon erfrischend unkonventionell, wie Wildlight mit dem Gegenwind umgeht. Anstatt sich in PR-Floskeln zu flüchten oder verzweifelt „Wir hören euch“-Tweets abzusetzen, herrschte Funkstille. Das ist mutig. 

 

In einer Zeit, in der jedes Charakter-Design vorab durch Fokusgruppen gejagt wird, lässt Highguard das Produkt für sich selbst sprechen. Man könnte fast meinen, die Entwickler haben keine Lust mehr auf das typische Marketing-Ping-Pong und setzen alles auf eine Karte: Das Spielgefühl am Releasetag.

Was steckt hinter dem „Raid-Shooter“-Prinzip?

Highguard will kein zweites Overwatch sein und auch kein Apex-Klon ohne Slide-Jumps. Die Mechanik dreht sich um großangelegte Belagerungen. Du kämpfst nicht nur um Checkpoints, sondern infiltrierst aktiv eine feindliche Basis, die sich im Verlauf des Matches verändert. Wenn die Destruction-Klasse erst einmal ein Loch in die äußere Mauer gesprengt hat, verlagert sich das Gameplay von weitläufigen Mount-Kämpfen zu klaustrophobischem Close-Quarter-Combat.

 

Dabei spielen die Mounts eine tragende Rolle, die über bloße Fortbewegung hinausgehen. Jede Klasse nutzt unterschiedliche Kreaturen, die im Kampf eigene Buffs verleihen. Ein Recon-Wächter auf einem Greifen hat eine völlig andere Perspektive auf das Schlachtfeld als ein Assault-Spieler, der die Frontlinie durchbricht.

Die 5 Klassen

KlasseFokusSpezialfähigkeit
AssaultAggressionMobiler Schildschub für Breschen.
DefensiveGebietskontrolleErrichtet temporäre Energie-Wälle (Anchor Stones).
ReconInformationMarkiert Feinde durch die Umgebung (Arkane Sicht).
SupportÜberlebensfähigkeitHeilt Mounts und Spieler in einem kleinen Radius.
DestructionBelagerungMassiver Flächenschaden gegen befestigte Strukturen.

Die technische Hürde: Polishing statt Beta-Chaos

Dass es keine öffentlichen Betas gab, lässt viele Gamer die Augenbrauen hochziehen. Wir sind es gewohnt, als unbezahlte QA-Tester herzuhhalten. Wildlight scheint diesen Zyklus zu brechen. Das birgt natürlich Gefahren – ein technischer Fehlstart am Montag wäre fatal. Doch wer die Engine-Arbeit bei Apex kennt, weiß, wie akribisch dieses Team an der Performance feilt. Für Highguard wird eine RTX 3080 für ein wirklich flüssiges Erlebnis bei 1440p empfohlen, was auf eine hohe grafische Komplexität hindeutet, insbesondere bei den Zerstörungseffekten der Umgebungen.

„Einen Shooter ohne Public Beta zu veröffentlichen, grenzt im Jahr 2026 an Wahnsinn – oder an ein unerschütterliches Vertrauen in die eigene Technik.“

Persönliche Einschätzung: Ein kalkuliertes Risiko

Ich persönlich finde den Ansatz von Wildlight sympathisch. Es hat etwas von der „Old School“-Attitüde der frühen 2000er, als man ein Spiel kaufte und erst beim Starten wusste, ob es den Hype wert war. Natürlich ist das Risiko bei einem Free-to-Play-Titel geringer, doch die investierte Zeit der Spieler ist die härteste Währung. Wenn das Gunplay nur halb so präzise ist wie in Titanfall, wird die toxische Stimmung vom Dezember schnell in Begeisterung umschlagen.

 

Am Ende zählt auf dem Platz – oder eben auf der Map. Die Gerüchte über das „gekochte“ Spiel könnten sich als das größte Fehlurteil der Community seit Jahren erweisen, falls die Mechaniken so ineinandergreifen, wie die Leaks vermuten lassen.

 

Highguard ist vielleicht nicht der Shooter, den das Internet bestellt hat, aber möglicherweise genau der, den das Genre gerade braucht, um aus der aktuellen Stagnation auszubrechen.

Beitrag erstellt in Gaming

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