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AMD Adrenalin 26.1.1: AI Bundle bringt PyTorch-Native und One-Click-Setup für Windows

Von TYay0 in amd news amd
vor 6 Tagen (aktualisiert vor 6 Tagen)
Bisher war die Einrichtung lokaler KI-Workloads auf Radeon-Hardware unter Windows eine Geduldsprobe aus WSL2-Frickelei, spezifischen Python-Wheels und inkonsistentem DirectML-Support. Mit dem Adrenalin Edition AI Bundle schlägt AMD zum 21. Januar 2026 den Weg der Standardisierung ein und integriert den ROCm-Stack für Endanwender direkt in die Treiber-Suite.
AMD Adrenalin 26.1.1: AI Bundle bringt PyTorch-Native und One-Click-Setup für Windows

Nach den Ankündigungen der Ryzen AI 400-Serie auf der CES 2026 adressiert AMD nun das größte Problem der Plattform: die Software-Friction. Das AI Bundle fungiert als kuratierter Installer, der nicht nur Treiber, sondern auch optimierte Laufzeitumgebungen für Large Language Models (LLMs) und Bildgenerierung (Stable Diffusion) bereitstellt. Damit rückt die "AI PC"-Vision näher an die Realität für Entwickler und Creative-Profis.

Tech-Briefing: AMD AI Bundle & Adrenalin 26.1.1

  • Release-Datum: 21. Januar 2026 (Launch mit Adrenalin 26.1.1).
  • Kern-Komponente: Streamlined Installer für native PyTorch-Unterstützung unter Windows.
  • Hardware-Fokus: Optimiert für XDNA 2 NPUs (Ryzen AI 400) und RDNA 3/4 GPUs.
  • Software-Stack: Integration von ROCm-Komponenten (Version 7.x-Zweig) in die Windows-Umgebung.
  • Einsatzzweck: Lokale LLM-Inferenz (via LM Studio/Llama.cpp) und generative Medien-Workflows.

Architektur-Shift: Weg von DirectML, hin zu Native ROCm

Lange Zeit war Microsofts DirectML der einzige offizielle Pfad für Hardware-beschleunigte KI auf Radeon-GPUs unter Windows. Das sorgte jedoch für Performance-Einbußen gegenüber den nativen CUDA-Backends der Konkurrenz. Mit dem AI Bundle forciert AMD den Rollout von ROCm auf Windows.

 

Das Bundle installiert vorkompilierte Binaries und Bibliotheken, die direkt mit den Hardware-Abstraktionsschichten kommunizieren. Für Entwickler entfällt damit das manuelle Kompilieren von Kernels für Windows. Besonders im Fokus steht die Unterstützung von PyTorch 2.x, das nun ohne den Umweg über Docker oder Linux-Subsysteme direkt auf die Compute Units (CUs) der GPU zugreifen kann.

XDNA 2 und die 60-TOPS-Marke

Während Gamer auf Updates für den FSR-Redstone-Zweig warten, liegt der Fokus der Version 26.1.1 massiv auf der Auslastung der neuen XDNA 2 Neural Processing Units. Die Ryzen AI 400-Prozessoren liefern bis zu 60 TOPS (Trillion Operations Per Second) allein über die NPU.

 

Das AI Bundle enthält spezifische Quantisierungs-Tools, die Modelle so aufbereiten, dass sie effizient zwischen NPU und GPU geshared werden können. Ein lokales LLM kann so beispielsweise die NPU für die kontinuierliche Token-Generierung nutzen, während die Radeon-GPU für rechenintensive Bildberechnungen im Hintergrund frei bleibt.

XDNA 2 und die 60-TOPS-Marke

Wichtiger Hinweis für Developer: Das AI Bundle setzt eine saubere Deinstallation alter ROCm-Previews oder manuell installierter Conda-Umgebungen voraus, um Pfad-Konflikte in der Windows-Registry zu vermeiden.

Die Content-Lücke: Was passiert mit Legacy-Hardware?

Trotz der Fortschritte bleibt ein technischer Flaschenhals: Die volle Unterstützung des Bundles konzentriert sich auf die aktuelle RDNA 3- und RDNA 4-Architektur. Besitzer älterer Karten (RX 6000-Serie und älter) erhalten zwar den neuen Basistreiber, profitieren aber kaum von den automatisierten KI-Optimierungen.

 

Auch die Treiber-Stabilität bleibt ein kritischer Punkt. In Entwickler-Foren (wie r/ROCm) wird bereits diskutiert, ob der "Streamlined Installer" die Komplexität der Abhängigkeiten wirklich lösen kann oder lediglich eine GUI-Schicht über bestehende Probleme stülpt. Da AMD gleichzeitig den Fokus von reinen Gaming-Features hin zu AI-Workflows verschiebt, wächst der Druck, eine ebenso robuste Software-Erfahrung wie das CUDA-Ökosystem zu liefern.

 

Die Integration in die Adrenalin-Oberfläche deutet darauf hin, dass AMD KI-Anwendungen nun als festen Bestandteil des Prosumer-Marktes ansieht. Für die Community bedeutet das: Wer lokal mit Stable Diffusion 3.5 oder Llama 3-Derivaten arbeitet, bekommt erstmals ein Toolset an die Hand, das ohne tiefgreifende Terminal-Kenntnisse funktioniert.

 

Quelle: AMD | X

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