Sony-Chef: PlayStation ist nur eine „Plastikbox ohne Content“ – Klare Ansage zur Third-Party-Strategie
Sony: Third-Party-Fokus ist keine Option, sondern Notwendigkeit
Kurz & Knapp
Laut SIE-CEO Nishino-san ist eine PlayStation ohne Spiele nur eine „Plastikbox“.
Sonys Investitionen in 10.000 Partner sollen die 30% Store-Gebühr rechtfertigen.
Christian Svensson (VP bei Sony) gibt einen extrem optimistischen Ausblick auf die Zukunft.
Langfristige „Hero Projects“ sollen neue Entwickler-Märkte in Asien und Afrika aufbauen.
Content ist King, die Hardware nur der Thron
Ein Zitat, das aufhorchen lässt. Laut Christian Svensson, VP bei Sony Interactive Entertainment, hat sein Chef, SIE-CEO Nishino-san, eine sehr pragmatische Sicht auf die eigene Hardware.
PlayStation ist nur eine Plastikbox ohne Content.
Diese Aussage verdeutlicht Sonys Kernstrategie: Die Third-Party-Entwickler sind das Lebenselixier der Plattform. Svensson betont, dass Sony als Marktführer eine Verantwortung habe, die gesamte Industrie voranzubringen, nicht nur das eigene Geschäft.
Dieser massive Support für rund 10.000 Entwickler und Publisher ist laut Sony auch der Grund für die 30-prozentige Gebühr im PlayStation Store. Die Bereitstellung von Dev-Kits, Marketing-Support und interner Beratung sei ein kostspieliges Unterfangen.
Damit grenzt sich Sony deutlich von der Konkurrenz ab. Während Microsoft mit Diensten wie dem Xbox Game Pass auf ein anderes Pferd setzt, bleibt Sony der klassischen Konsolen-Philosophie treu, bei der starke Software im Mittelpunkt steht.
Globale Investitionen und ein optimistischer Ausblick
Um den Nachschub an frischem Content langfristig zu sichern, investiert Sony in sogenannte „Hero Projects“. Das sind Fünf- bis Zehnjahrespläne, um Entwicklergemeinschaften in Märkten wie China, Indien, Nordafrika und dem Nahen Osten aufzubauen.
Besonders die Geschwindigkeit und der Ehrgeiz der Teams in China und Südkorea haben es Svensson angetan. Bei der Finanzierung von Projekten achte man aber nicht nur aufs Geld, sondern vor allem auf eine starke kreative Vision und disziplinierte Produktion.
Dass hohe Investitionen allein keine Garantie für Erfolg sind, musste Sony selbst erst kürzlich erfahren. Die massive Abschreibung auf Bungie zeigt, wie riskant das Geschäft mit großen Studios sein kann.
Trotz der aktuellen Krisenstimmung in der Branche zeigt sich Svensson „super optimistisch“. Er habe Einblick in die Spiele der nächsten drei bis fünf Jahre und verspricht: „Die Entwicklung der Inhalte ist unglaublich positiv.“
Die Branche treffe derzeit sehr kluge Entscheidungen, die sich in den kommenden Jahren auszahlen werden. Dieser zukunftsgewandte Blick deckt sich auch mit dem Ansatz anderer Branchengrößen, wie etwa Epic Games, die mit neuen Technologien wie KI die Entwicklung effizienter gestalten wollen.
Svensson schließt mit einer beruhigenden Botschaft: Gamer sollten sich wohler fühlen, als sie vielleicht denken. Die Zukunft sei trotz aller Turbulenzen gesichert.
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