Battlefield 6 Anticheat-Report Januar: 385.000 Cheat-Versuche blockiert, 94% der Anbieter haben Probleme
vor 11 Stunden (aktualisiert vor 11 Stunden)
Battlefield 6 Anticheat-Report Januar: 385.000 Cheat-Versuche blockiert, 94% der Anbieter haben Probleme
Der monatliche Anticheat-Report ist da – und die Zahlen erzählen eine interessante Geschichte. Die Match Infection Rate (MIR) stieg im Januar von 2,38% auf 3,60%. Klingt erstmal schlecht, ist aber das Gegenteil: DICE erkennt jetzt mehr Cheater, nicht weniger. Und die Cheat-Anbieter spüren den Druck.
Kurz & Knapp
- Match Infection Rate Januar: 2,38% (Monatsanfang) → 3,60% (Monatsende)
- Dezember MIR korrigiert: Von 3,09% auf 2,28% nachträglich angepasst
- Blockierte Cheat-Versuche: 384.918 im Januar
- Verfolgte Cheat-Programme: 224 aktiv überwacht
- Anbieter mit Problemen: 212 von 224 (94,64%) melden Ausfälle oder sind offline
- Neue Erkennungen: 6 zusätzliche "Stealth"-Cheats identifiziert
Warum die MIR steigt – obwohl das gut ist
Die Match Infection Rate misst, wie viele Matches von mindestens einem Cheater (bestätigt oder verdächtig) betroffen waren. Wenn diese Zahl steigt, denkt man erstmal: Mehr Cheater, schlechtere Matches.
Aber so einfach ist es nicht.
Im Januar hat EA Javelin sechs neue "Stealth"-Cheats erkannt – Programme, die absichtlich unauffällig arbeiten. Keine offensichtlichen Aimbots, keine 100%-Headshot-Raten. Genau die Art von Cheats, die Player Reports und automatische Erkennung umgehen sollen.
Wenn das Anticheat-System besser wird, findet es mehr. Und wenn es mehr findet, steigt die MIR – zumindest kurzfristig. Das ist der Preis für verbesserte Erkennung.
Zusätzlich wurde am 18. Januar eine neue Ban-Beschleunigungsmethode getestet und am 26. Januar ausgerollt. Das Ergebnis: Schnellere Bans, aber auch ein temporärer Anstieg der erkannten Infektionen.
Die Dezember-Korrektur erklärt
Ein interessantes Detail: Die MIR ist ein "Look-Back"-Metric. Das bedeutet, die Zahlen reifen nach und werden präziser, je mehr Daten das System sammelt.
Der Dezember-Wert wurde von 3,09% auf 2,28% korrigiert. Verdächtige, die sich später als clean herausstellten, wurden aus der Berechnung entfernt. Gleichzeitig wurden nachträglich identifizierte Cheater hinzugefügt.
Für die Community heißt das: Die aktuellen Januar-Zahlen (3,60%) werden sich vermutlich ebenfalls noch verändern – wahrscheinlich nach unten.
385.000 Cheat-Versuche geblockt
Die beeindruckendste Zahl im Report: 384.918 Versuche, zu cheaten oder das Spiel zu manipulieren, wurden im Januar verhindert – bevor sie überhaupt Matches beeinflussen konnten.
Das ist die präventive Seite von Javelin. Nicht nur erkennen und bannen, sondern Cheats direkt beim Start blocken. Für jeden Cheater, der es ins Spiel schafft, gibt es offenbar Hunderte, die schon vorher scheitern.
94% der Cheat-Anbieter haben Probleme
Vielleicht die befriedigendste Statistik für alle, die fair spielen: Von 224 überwachten Cheat-Programmen, Hardware-Lösungen und Anbietern melden 212 (94,64%) aktuell Probleme.
Das reicht von Feature-Ausfällen über Erkennungswarnungen bis hin zu kompletter Offline-Nahme. Die Cheat-Szene spürt den Druck – und das ist gut so.
Ob das langfristig hält, ist eine andere Frage. Cheat-Entwickler und Anticheat-Teams liefern sich ein ständiges Katz-und-Maus-Spiel. Aber momentan scheint Javelin die Oberhand zu haben.
Wie die MIR berechnet wird
DICE erklärt im Report auch, wie die Match Infection Rate funktioniert – eine Reaktion auf Community-Diskussionen über die Methodik:
- Bestätigte Cheater (alle gebannt) werden gezählt
- Verdächtige basierend auf verschiedenen Signalen werden ebenfalls gezählt
- Jedes Match mit mindestens einem Cheater/Verdächtigen gilt als "infiziert"
- Die Gesamtzahl infizierter Matches wird durch die Gesamtzahl aller Matches geteilt
Die Signale umfassen nicht nur automatische Erkennungen, sondern auch Player Reports, Gameplay-Footage aus Social Media und andere Indikatoren, die alleine nicht für einen Ban reichen, aber ins Gesamtbild einfließen.
Was das für dich bedeutet
Zwischen 2% und 4% aller Matches waren im Januar von einem (vermuteten) Cheater betroffen. Das klingt nach wenig – aber bei Hunderten von Matches pro Tag summiert sich das.
Die gute Nachricht: DICE arbeitet aktiv daran. Die Erkennungsmethoden werden besser, die Reaktionszeiten schneller, und die Mehrheit der Cheat-Anbieter hat gerade keine gute Zeit.
Der Februar-Report kommt in etwa einem Monat. Bis dahin gilt: Verdächtige Spieler melden hilft – auch wenn es alleine nicht für einen Ban reicht, fließt es in die Gesamtbewertung ein.
Hast du das Gefühl, dass Cheater in BF6 ein Problem sind – oder läuft es bei dir fair?
Quelle: Battlefield Comms auf X