Arc Raiders: Neuer Batterie-Exploit lässt Spieler unsichtbare Wände bauen – Community fordert schnellen Fix
Unsichtbare Wände am Zug – und kein Entkommen
Die Exploit-Serie in Arc Raiders reisst nicht ab. Auf Reddit sorgt ein neuer Bug für Unmut: Spieler können mit Batterien und Ziplines unsichtbare Wände erschaffen, die andere Raiders einschliessen – zum Beispiel direkt am Zug-Extraktionspunkt.
Kurz & Knapp
- Batterien + Ziplines + Barrikaden = unsichtbare Wände
- Spieler können damit Extraktionspunkte blockieren
- Das Problem liegt tiefer: Der Zipline-Code ist laut Embark "der älteste und esoterischste" im Spiel
- Community fordert temporäre Deaktivierung der Batterien
- Der Bug-Report-Kanal auf Discord ist öffentlich – Exploiter scannen ihn aktiv
So funktioniert der Exploit
Das Prinzip ist simpel, aber verheerend: Spieler platzieren eine Barrikade auf dem Stab einer Zipline, die an einem beweglichen Objekt wie einer Batterie befestigt ist. Das Ergebnis: Eine unsichtbare Barriere, durch die weder Spieler noch Granaten durchkommen.
Am Zug wird das zum Albtraum. Raiders rennen in die vermeintlich sichere Extraktion – und sitzen in der Falle. Schlimmer noch: Die Wand kann so platziert werden, dass niemand den Zug überhaupt aktivieren kann.
„Das ist am Zug wirklich furchtbar. Du denkst, du bist sicher und kannst reinrennen – nur um von einem Rat gefangen zu werden."
Das eigentliche Problem: Ziplines
Laut Community-Recherchen liegt die Ursache nicht bei den Batterien selbst. Der Bug funktioniert mit fast jedem platzierbaren Item: Noisemaker, Raider Flares, Barricade Kits. Der gemeinsame Nenner sind die Ziplines.
In einer Mini-Dokumentation hatte Embark selbst zugegeben, dass der Zipline-Code "der älteste und esoterischste" im gesamten Spiel ist. Ein Erbe, das sich jetzt rächt.
Ein Nutzer bringt es auf den Punkt: "Sie sollten einfach verhindern, dass man Deployables auf anderen Deployables platzieren kann. Das Stacking bringt nichts Nützliches oder Spassiges."
Discord-Bugtracker: Öffentlich für alle – auch Exploiter
Ein Detail aus der Diskussion wirft kein gutes Licht auf Embarks Prozesse: Der Bug-Report-Kanal auf Discord ist für jeden lesbar. Ein Nutzer berichtet, dass jemand direkt auf seinen Bug-Report antwortete: "Danke, ich werde das nutzen. Die Devs sollten das wirklich fixen."
Die Community fordert, dass Bug-Reports nur für Entwickler sichtbar sein sollten – ein Standard in der Software-Branche, besonders bei Sicherheitslücken.
Die Streamer-Methode: Funktioniert leider
Wie schon beim Duplikations-Glitch und dem Infinite-Ammo-Exploit zeigt sich ein Muster: Bugs, die wochenlang im Tracker liegen, werden innerhalb von Tagen gefixt – sobald ein grosser Streamer sie live zeigt.
„Du kannst ein Softwareunternehmen wegen eines riesigen Bugs kontaktieren und sie werden sich bedanken und versprechen, ihn zu fixen. Oder du machst ein YouTube-Video und derselbe Bug ist am nächsten Werktag behoben."
Einige in der Community rufen bereits nach TheBurntPeanut, der schon die vorherigen Exploits publik gemacht hatte. Andere kritisieren diese Methode als kontraproduktiv – sie mache den Bug nur bekannter, bevor er gefixt wird.
Embark hat viel auf dem Tisch
Fairerweise muss man sagen: Das Studio arbeitet gerade am Shrouded Sky-Update, das am 24. Februar erscheint, und hat erst letzte Woche erklärt, warum die Exploit-Strafen Zeit brauchten. Die Ressourcen sind nicht unendlich.
Aber die Community wird ungeduldig. Kommentare wie "Jede Woche ein neuer Exploit" und "Das Spiel ist ein Bug-Fest" häufen sich. Ein Nutzer bringt es sarkastisch auf den Punkt: "Game-breaking Bug? Wir kümmern uns irgendwann darum. Nutzloser Bug für lustige Videos ohne Impact? Das geht nicht, sofort fixen."
Ob Embark die Batterien oder Ziplines temporär deaktiviert, bleibt abzuwarten. Bis dahin gilt: Vorsicht am Zug.