15 Jahre nach dem Original deutet Take-Two-Chef Strauss Zelnick in einem Interview an, dass LA Noire möglicherweise eine Zukunft hat. Und angeblich hätte Rockstar Games sogar schon das richtige Team dafür parat.
LA Noire könnte zurückkehren - Zelnick lässt die Tür offen
- Take-Two-CEO Strauss Zelnick deutete in einem Interview eine mögliche Rückkehr von LA Noire an
- Das Original erschien 2011 und wurde von Team Bondi entwickelt - Rockstar übernahm Publishing und später die Marke
- Laut Berichten hätte Rockstar intern bereits ein Team, das thematisch gut zum Noir-Setting passen würde
- Konkrete Ankündigung oder offizielle Bestätigung eines Sequels gibt es bislang nicht
Was Zelnick genau gesagt hat
In einem aktuellen Interview wurde Zelnick direkt gefragt, ob LA Noire noch eine Zukunft bei Take-Two hat. Seine Antwort war kein klares Ja - aber auch kein Nein. Er sagte sinngemäß, dass die Marke wertvoll sei und man sie nicht vergessen habe.
Das klingt vage, ist im Kontext von Publisher-Sprech aber tatsächlich mehr als die übliche Hinhaltetaktik. Solche Aussagen von CEOs kommen selten aus dem Nichts - meistens steckt intern zumindest eine Diskussion dahinter.
"We have not forgotten about L.A. Noire." - Strauss Zelnick, Take-Two CEO
Ob das ein konkretes Projekt bedeutet oder nur eine vorsichtige PR-Aussage ist, lässt sich von außen schwer beurteilen. Aber die Tür steht zumindest einen Spalt offen.
Warum Rockstar hier das Zünglein an der Waage wäre
Das interessantere Detail liefert Eurogamer: Rockstar Games soll intern ein Studio-Team haben, das für ein Noir-Detektivspiel geradezu prädestiniert wäre. Konkret wird dabei auf Rockstar Lincoln verwiesen, das bisher vor allem als Support-Studio gearbeitet hat und nach GTA 6 potenziell freie Kapazitäten hätte.
Das ist natürlich Spekulation - offiziell hat Rockstar dazu nichts gesagt. Aber die Logik dahinter ist nachvollziehbar: Nach GTA 6 braucht Rockstar ein Projekt für ein Team, das nicht an GTA Online gebunden ist.
LA Noire war mit seiner Mischung aus Verhören, Fallarbeit und 1940er-Los-Angeles damals technisch und spielerisch ein Ausreißer. Die MotionScan-Technologie für Gesichtsanimationen war ihrer Zeit weit voraus - heute wäre das mit moderner Hardware noch eindrucksvoller umsetzbar.
Für Fans des Originals ist die aktuelle Nachrichtenlage ein klassisches "noch nicht bestätigt, aber auch nicht begraben". Das ist frustrierend - aber deutlich besser als gar nichts.
Wann oder ob Rockstar oder Take-Two konkret etwas ankündigen, ist völlig offen. GTA 6 hat bei Rockstar weiterhin absolute Priorität, und danach dürfte sich erst zeigen, welche Projekte tatsächlich in die Produktion gehen.
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