Speicherpreise fressen AMDs Gaming-Umsatz auf
AMD erwartet im zweiten Halbjahr 2026 einen Gaming-Umsatz-Rückgang von mehr als 20 Prozent
Ursache: steigende Preise für Speicher und andere Komponenten durch eine anhaltende Supply-Krise
Betroffen sind sowohl Radeon-GPUs als auch die Konsolen-Chips, die AMD an Sony und Microsoft liefert
AMD-CEO Lisa Su bezeichnete das Problem als branchenweites Phänomen
Was genau läuft da schief?
AMDs Q1-Ergebnisse waren solide, keine Frage. Doch beim Ausblick auf die zweite Jahreshälfte wurde AMD-CEO Lisa Su ungewohnt deutlich: Der Gaming-Umsatz soll um mehr als 20 Prozent fallen verglichen mit dem ersten Halbjahr.
Der Haupttreiber dahinter ist die aktuelle Speichermarktkrise. GDDR- und anderer Speicher ist teurer geworden, Komponenten-Engpässe kommen dazu. Das drückt auf die Margen und zwingt AMD dazu, bei Produktionsvolumina vorsichtiger zu kalkulieren.
Su machte dabei klar, dass AMD damit nicht allein dasteht:
"I mean, look, this is something that everyone in the industry is working with."
Das stimmt - aber AMD trifft es besonders, weil das Gaming-Segment auf zwei Hochzeiten tanzt: Radeon-Grafikkarten für den PC-Markt auf der einen Seite, Custom-Chips für PlayStation 5 und Xbox Series auf der anderen.
Was bedeutet das konkret für dich als Spieler?
Kurzfristig: Preise für Radeon-GPUs könnten weiter unter Druck geraten, weil AMD weniger Chips in den Markt pumpt. Ob das zu günstigeren Karten im Handel führt oder eher zu Lücken im Angebot, hängt davon ab, wie die Händler reagieren.
Bei Konsolen ist der Effekt indirekter. Neue Hardware-Revisionen oder Bundles könnten sich verzögern oder teurer werden, wenn AMD die Chipproduktion drosselt oder verteuert. Microsoft und Sony haben da wenig Spielraum, weil sie langfristige Lieferverträge brauchen.
Für Radeon als Marke ist das trotzdem ein ungünstiger Moment. NVIDIA hat gerade mit der RTX 50-Serie Rückenwind, und AMD kann es sich nicht leisten, mit ausgedünntem Lineup in die zweite Jahreshälfte zu gehen - genau das droht aber gerade.
Die Speichermarktkrise ist kein AMD-spezifisches Problem, aber sie trifft alle, die stark auf Gaming ausgerichtet sind. Wie lange sich das hinzieht, ist offen - Su sprach von einem aktiven Industrie-Problem, nannte aber keinen konkreten Zeitrahmen für Entspannung.
Quellen
Naja, bei diesen Preisen kann ich mir ja bald nicht mal mehr die Grafikkarte leisten, die ich eh nicht bedienen kann, weil meine Finger zu zittrig sind 🥸