Microsoft kapituliert: Windows-Updates lassen sich bald ewig pausieren, Treiber-Rollbacks werden automatisch
Kurz & Knapp
Microsoft führt "Cloud-Initiated Driver Recovery" für Windows 11 ein.
Fehlerhafte Treiber werden künftig automatisch auf eine stabile Version zurückgesetzt.
Windows-Updates lassen sich bald auf unbegrenzte Zeit pausieren.
Der Rollout der neuen Treiber-Funktion ist für September 2026 geplant.
Nie wieder Bluescreen nach dem Treiber-Update?
Jeder kennt es: Du willst nur schnell eine Runde zocken, doch Windows Update hat andere Pläne. Ein neuer Grafikkartentreiber wird installiert und plötzlich stürzt alles ab, die FPS brechen ein oder der gefürchtete Bluescreen of Death grüßt vom Monitor.
Damit soll bald Schluss sein. Microsoft hat eine neue Funktion namens Cloud-Initiated Driver Recovery angekündigt. Der Name ist sperrig, die Funktion aber simpel: Erkennt Windows, dass ein frisch installierter Treiber für Instabilität oder Abstürze sorgt, wird er automatisch durch die letzte funktionierende Version ersetzt.
Die Wiederherstellung läuft dabei komplett über die Cloud, ohne dass du eingreifen musst. Das manuelle Suchen nach alten Treibern oder der umständliche Weg über den abgesicherten Modus könnten damit der Vergangenheit angehören.
Microsoft will damit "problematische Treiber, die über Windows Update ausgeliefert wurden, zurückrollen."
Diese Rettungsfunktion befindet sich aktuell noch im Test und soll im September 2026 für alle Nutzer von Windows 11 verfügbar werden. Es ist eine erstaunlich nutzerfreundliche Wende für ein Unternehmen, das an anderer Stelle auch mal Hardware-Bans bis zum Jahr 9999 verteilt.
Endlich wieder Herr über den eigenen PC
Mindestens genauso wichtig ist die zweite Neuerung: Du bekommst die volle Kontrolle über deine Updates zurück. Bald wird es möglich sein, Windows-Updates auf unbestimmte Zeit zu pausieren, anstatt sie nur für ein paar Wochen aufschieben zu können.
Damit reagiert Microsoft auf die massive Kritik am Update-Zwang. Wer ein stabiles System hat, muss es nicht mehr durch potenziell fehlerhafte Patches gefährden. Endlich keine Zwangs-Neustarts mehr kurz vor dem entscheidenden Match.
Beide Features sind Teil von Microsofts "Project K2", einer Initiative, die die größten Schmerzpunkte des Betriebssystems angehen soll. Nach all den Debatten darüber, ob Windows 11 zu langsam ist, scheint man in Redmond endlich aufzuwachen.
Ob Microsoft damit das teils ramponierte Vertrauen der Power-User zurückgewinnen kann, bleibt abzuwarten. Zuletzt hat der Konzern mit KI-Experimenten ja eher seine eigene Glaubwürdigkeit verspielt, als echte Probleme zu lösen.
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