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Windows 11 zu langsam? Ex-Chef erklärt, warum Microsoft früher Stoppuhren an Entwickler verteilte

Von TYay0 in Windows windows microsoft
vor 7 Stunden (aktualisiert vor 14 Stunden)
Ein ehemaliger Windows-Chef packt aus, warum sich Windows 11 und moderne Apps oft träge anfühlen. Schuld ist ein Kulturwandel bei Microsoft, der rohe Performance nicht mehr an die erste Stelle setzt.
Windows 11 zu langsam? Ex-Chef erklärt, warum Microsoft früher Stoppuhren an Entwickler verteilte

Performance-Kultur ade: Ex-Windows-Boss über die Trägheit moderner Apps

Kurz & Knapp

  • Ex-Windows-Präsident Steven Sinofsky erklärt die gefühlte Langsamkeit von Windows 11.

  • Früher lag der Fokus extrem auf Performance – jeder Entwickler bekam eine Stoppuhr.

  • Heute dominieren laut Sinofsky komplexe Frameworks und Cloud-Anbindungen die Entwicklung.

  • Das Ergebnis für Gamer: Längere Ladezeiten und ein weniger responsives Betriebssystem.

Die Stoppuhr-Ära ist vorbei

Wenn sich das Startmenü eine Gedenksekunde gönnt oder der Explorer hängt, bist du nicht allein. Steven Sinofsky, ehemaliger Präsident der Windows-Sparte, hat nun Klartext geredet, warum das so ist.

In der Ära von Windows 7 herrschte bei Microsoft eine knallharte Performance-Kultur. Laut Sinofsky wurde jedem einzelnen Entwickler eine Stoppuhr in die Hand gedrückt, um die Reaktionszeit jeder Funktion zu messen. Das Ziel war ein sofortiges, knackiges Systemgefühl.

Performance ist keine Funktion, die man später hinzufügt. Sie muss von Anfang an in der DNA des Produkts stecken.

Diese Mentalität scheint heute Geschichte zu sein. Der Fokus habe sich verschoben. Moderne Apps basieren oft auf plattformübergreifenden Frameworks wie Electron oder WinUI 3.

Diese Frameworks bringen zwar Vorteile für die Entwicklung, fügen aber zusätzliche Code-Schichten hinzu. Jede dieser Schichten kostet Rechenzeit und Arbeitsspeicher, was am Ende zu spürbaren Verzögerungen führt.

Was das für dein Gaming-System heißt

Für uns Gamer ist ein performantes Betriebssystem die Grundlage für alles. Wenn das OS selbst Ressourcen verschwendet oder träge reagiert, leidet das gesamte Spielerlebnis. Das fängt beim Booten an und hört bei nervigen Lags beim Alt-Tabbing auf.

Ein Betriebssystem, das im Hintergrund mit sich selbst beschäftigt ist, kann wertvolle CPU-Zyklen stehlen. Das Resultat sind mögliche Mikroruckler oder eine geringere durchschnittliche Framerate, besonders in CPU-limitierten Shootern.

Sinofskys Aussagen deuten darauf hin, dass es sich hier nicht um einen simplen Bug handelt, den Microsoft mal eben patchen kann. Es ist ein grundlegendes Problem der modernen Softwareentwicklung: Features und Cloud-Anbindung sind oft wichtiger als rohe Effizienz.

Solange sich diese Prioritäten nicht ändern, werden wir wohl weiterhin mit potenter Hardware gegen aufgeblähte Software ankämpfen müssen. Eine Rückkehr zur alten Stoppuhr-Mentalität ist nicht in Sicht.
Quelle(n)

Beitrag erstellt in Windows

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