Steam Deck OLED: Valve erhöht Preise um bis zu 50% - 1TB-Modell kostet jetzt 949 Dollar
Steam Deck OLED: Preiserhöhung um bis zu 50 Prozent trifft alle Modelle
512GB OLED: neu 699 USD (vorher 549 USD, +27%)
1TB OLED: neu 949 USD (vorher 649 USD, +46%)
LCD-Modelle wurden eingestellt, OLED ist die einzige verbleibende Linie
Alle OLED-Modelle nach monatelangem Lagerengpass wieder bestellbar
Europäische Preise noch nicht offiziell bestätigt
Was Valve konkret angehoben hat
Das Einstiegsmodell mit 512GB NVMe-Speicher springt von 549 auf 699 USD, das Topmodell mit 1TB NVMe von 649 auf 949 USD. Das entspricht beim 1TB-Modell einer Preissteigerung von knapp 46 Prozent - für ein Gerät, dessen Hardware sich seit dem OLED-Launch Ende 2023 nicht verändert hat.
Valve hat sich zur Begründung nicht detailliert geäußert, der Verweis auf die "aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen" dürfte kaum überraschen. Gemeint sind damit vor allem die US-amerikanischen Importzölle, die Unterhaltungselektronik aus dem asiatischen Raum seit Anfang 2025 deutlich verteuert haben.
Zur Erinnerung: Der Steam Deck OLED setzt auf Valves angepassten AMD APU mit RDNA-2-Grafikarchitektur, 16GB LPDDR5-RAM und ein 7,4-Zoll-OLED-Panel mit 800p Auflösung und 90Hz. Die TDP liegt weiterhin im Bereich von 3 bis 15 Watt.
Einordnung: Was die Konkurrenz jetzt sagt
Der bisherige Preisvorteil des Steam Deck gegenüber direkten Konkurrenten wie dem ASUS ROG Ally X (aktuell rund 799 USD) ist beim 1TB-Modell nicht nur egalisiert, sondern ins Gegenteil verkehrt. Der ROG Ally X bringt einen AMD Ryzen Z1 Extreme mit deutlich höherer CPU- und GPU-Leistung sowie 24GB LPDDR5X-RAM mit, läuft aber auf Windows statt SteamOS.
Wer explizit SteamOS mit seiner integrierten Controller-Steuerung und den nativen Proton-Layer-Vorteilen nutzen will, hat nach wie vor keine direkte Alternative zum Steam Deck. Allerdings hat Valve selbst angekündigt, SteamOS perspektivisch für Drittgeräte freizugeben - was den Hardware-Exklusivitätsvorteil langfristig weiter aushöhlt.
Für Selbstbauer und PC-Enthusiasten war das Steam Deck vor allem als günstiger Einstieg in portable PC-Gaming-Hardware mit offener Plattform interessant. Bei 949 USD für 1TB fällt dieses Argument schlicht weg - für dieses Budget bekommst du Desktop-Komponenten mit weitaus mehr Leistungsspielraum.
Ob und wann die Preiserhöhung den europäischen Steam-Store erreicht, hat Valve bislang nicht kommuniziert. Angesichts des bisherigen Musters ist ein entsprechender Anstieg in Euro aber nur eine Frage der Zeit.
Quelle(n)
Das ist heftig. 300 Dollar mehr für die 1TB Variante, das sind knapp 50 Prozent. Ich verstehe, dass die Rohstoffkosten gestiegen sind, aber das schlägt ordentlich rein, wenn man ohnehin schon knapp bei Kasse ist.
Ich hab das kommen sehen, ehrlich gesagt. Die OLED-Panels sind teurer geworden und Valve sitzt da nicht auf unbegrenzten Margen. Das Problem ist nur, dass 949 Dollar für die 1TB jetzt wirklich hart wird, wenn man bedenkt, dass man für den Preis auch schon ordentliche Gaming-Notebooks bekommt.
Langfristig wird das interessant, weil Valve damit den Markt für billige portable Handhelds wieder für Konkurrenten öffnet. Wenn die 1TB bei fast 950 Dollar liegt, wird jeder andere Hersteller da angreifen können.