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PC-Hardware: Iran-Krieg lässt Rohstoff für Leiterplatten knapp werden - Preise steigen weiter

Von TYay0 in PC Builds & Hardware news ram graka
vor 2 Stunden (aktualisiert vor 4 Stunden)
Die RAM-Krise ist noch nicht ausgestanden, da kommt die nächste schlechte Nachricht für PC-Bauern: Der Konflikt um den Iran gefährdet die Versorgung mit einem Rohstoff, der in praktisch jeder Platine steckt. Zusammen mit stagnierend hohen Grafikkartenpreisen wird Hardware 2026 nicht günstiger.
PC-Hardware: Iran-Krieg lässt Rohstoff für Leiterplatten knapp werden - Preise steigen weiter

Leiterplatten-Rohstoff unter Druck: Was der Iran-Krieg mit deinem nächsten PC-Upgrade macht

  • Brom, ein zentraler Rohstoff für Leiterplatten (PCBs), wird durch den Iran-Konflikt knapper

  • Iran gehört zu den größten Brom-Produzenten weltweit - Ausfälle treffen die gesamte Elektronikindustrie

  • Grafikkartenpreise liegen aktuell stabil, aber weiterhin deutlich über UVP

  • Für PC-Käufer bedeutet das: Die Hoffnung auf sinkende Hardware-Preise rückt weiter in die Ferne

Was ist Brom - und warum steckt es überall drin?

Brom klingt nach Chemie-Unterricht, ist aber omnipräsent in moderner Elektronik. Das Element wird als Flammschutzmittel in Leiterplatten eingesetzt - also in so ziemlich jedem Gerät, das du besitzt: Mainboards, Grafikkarten, SSDs, Peripherie, Smartphones.

Iran zählt zu den bedeutenden globalen Brom-Produzenten. Durch den laufenden militärischen Konflikt sind Lieferketten gestört, Exportwege unsicher und Preise unter Druck. Das trifft PCB-Hersteller direkt in der Kalkulation.

Brom lässt sich nicht einfach kurzfristig ersetzen. Alternativen existieren zwar, aber ein Umstieg braucht Zeit - und Geld, das am Ende beim Endprodukt landet.

Doppelter Druck: RAM-Krise trifft auf neuen Engpass

Die Situation kommt zur Unzeit. Der RAM-Markt steckt bereits in einer Krise, DDR5-Preise haben zuletzt angezogen und entspannen sich kaum. Jetzt kommt mit Brom ein weiterer Kostenfaktor dazu, der die gesamte Platinen-Produktion verteuert.

Grafikkarten zeigen das Problem exemplarisch. Laut aktuellen Marktdaten liegen viele Modelle weiterhin spürbar über der unverbindlichen Preisempfehlung - und das, obwohl die akute Knappheit aus der RTX-40-Ära längst vorbei ist. Der Markt normalisiert sich einfach nicht.

Wer jetzt auf sinkende GPU-Preise wartet, wartet möglicherweise noch lange. Die Kombination aus weiterhin hohen Nachfragezahlen, stagnierendem Angebot und nun zusätzlichen Rohstoffproblemen gibt wenig Anlass zum Optimismus.

Realistisch betrachtet: Für ein Mid-Range-System im Jahr 2026 musst du aktuell mehr einplanen als noch vor zwei Jahren - und das wird sich kurzfristig nicht ändern. Wer flexibel ist, kauft Einzelkomponenten gezielt bei Preisausreißern nach unten, statt auf einen breiten Markteinbruch zu hoffen.

Was als nächstes kommt, hängt stark davon ab, wie sich der Iran-Konflikt entwickelt und ob alternative Brom-Quellen - etwa aus den USA oder Israel - die Lücke schließen können. Beides ist derzeit offen.

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