Capcom zu DLSS-5-Kritik bei Resident Evil Requiem: "Wir haben das Design richtig gemacht"
Capcom steht hinter DLSS 5 - und sieht im Aufschrei eine Bestätigung
- Resident Evil Requiem nutzt DLSS 5 mit neuronalem Rendering
- Spieler kritisierten veränderte Optik von Charakter Grace durch die Technik
- Capcom bezeichnet den Backlash als positives Signal für ihr Charakterdesign
- Das Spiel hat trotz Kontroverse bereits einen Verkaufsmeilenstein erreicht
Was genau ist passiert?
Als NVIDIA DLSS 5 erstmals präsentierte, fiel vielen sofort auf: Charakter Grace sieht durch das neuronale Rendering anders aus als erwartet. Die Community diskutierte das lautstark, teils sehr kritisch.
Capcoms Antwort darauf ist ungewöhnlich. Anstatt sich zu entschuldigen oder Anpassungen anzukündigen, deutet das Studio den Aufruhr als Beweis dafür, dass ihr Charakterdesign funktioniert.
"We got the design right" - Capcom zum Backlash rund um Grace und DLSS 5
Die Logik dahinter: Wenn Spieler so stark auf Veränderungen reagieren, zeigt das, dass sie eine klare Erwartung an den Charakter haben. Und die kommt laut Capcom daher, dass das ursprüngliche Design präzise und einprägsam ist.
Hatte die Kritik irgendwelche Auswirkungen?
Konkret heißt das: Capcom plant keine grundlegenden Änderungen an der DLSS-5-Implementierung als Reaktion auf die Kritik. Wer Grace in der von Fans erwarteten Optik erleben will, muss prüfen, welche Grafikeinstellungen das ursprüngliche Erscheinungsbild am besten erhalten.
DLSS 5 mit neuronalem Rendering interpoliert und rekonstruiert Bildinhalte auf eine Art, die teils sichtbar von klassischen Rendering-Methoden abweicht - das betrifft Hauttöne, Gesichtszüge und feine Details bei Charakteren. Das ist kein Bug, sondern eine Eigenschaft der Technik.
Was Capcom nicht explizit kommuniziert hat: Ob es Optionen geben wird, die Rendering-Methode zu wechseln oder DLSS 5 abzuschalten. Das wäre die pragmatische Lösung für alle, die auf Nummer sicher gehen wollen.
Bemerkenswert bleibt, dass Resident Evil Requiem trotz der Diskussion bereits einen Verkaufsmeilenstein erreicht hat. Der Backlash hat den kommerziellen Erfolg offenbar nicht gebremst - zumindest bislang nicht.
Für die Branche ist dieser Vorfall ein frühes Praxisbeispiel dafür, wie neuronales Rendering Charakterdarstellungen verändern kann - und wie Studios damit umgehen. Capcom setzt auf Selbstbewusstsein statt Kurskorrektur. Ob das langfristig die richtige Kommunikationsstrategie ist, wird die Community entscheiden.
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