"Wir hören euch" (aber machen weiter): Microsofts Antwort auf den Windows-Hass
Kurz & Knapp
- Was passiert ist: Nach dem massiven Shitstorm zur Ankündigung, Windows in ein autonomes KI-System umzubauen, sperrte Microsoft erst die Kommentare und ging auf Tauchstation.
- Die Reaktion: Jetzt antwortet Davuluri gezielt auf Kritik von Tech-Größen wie Gergely Orosz ("Windows ist tot für Entwickler").
- Der Kern: Microsoft behauptet, "tiefes Interesse" an Entwicklern zu haben, macht aber klar: Der KI-Kurs ist nicht verhandelbar.
"Wir balancieren Feedback" (Marketing-Sprech für: Pech gehabt)
In seiner Antwort nutzt Davuluri eine klassische Manager-Floskel: "Wir balancieren das Feedback aus unseren Systemen mit dem, was wir direkt hören."
Übersetzt heißt das: Auch wenn X (und der gesunde Menschenverstand) brennt, sagen unsere Telemetrie-Daten und die Investoren "Mehr AI!". Microsoft steckt in der Falle. Sie müssen jeden PC zum "AI PC" machen, um den Aktienkurs zu halten. Eure Meinung ist wichtig, aber der Shareholder-Value ist wichtiger.
Ferrari-Motor im Trabi: Das Taskleisten-Debakel
Während Microsoft von einer KI träumt, die deinen Alltag managt, scheitern sie an den Basics.
Bestes Beispiel aktuell: Die kleinen Taskleisten-Icons.
Microsoft hat das Feature auf Wunsch der User zurückgebracht. Das Ergebnis? Die Icons werden kleiner, die Leiste bleibt riesig. Es sieht aus wie ein Grafikfehler.
Die bittere Ironie: Ein Konzern, der nicht mal Icons korrekt skalieren kann, will jetzt Zugriff auf dein gesamtes digitales Leben, um es "autonom" zu verwalten.
Friss oder stirb (oder wechsel)
Die "Entschuldigung" ist keine Kurskorrektur, sondern Beruhigungstherapie.
- Das "Agentic OS" kommt.
- Die Ressourcen-Last steigt.
- Die Bugs bleiben.
Wer hofft, dass Microsoft zur Vernunft von Windows 7 zurückkehrt, wartet vergeblich. Die einzige echte Abstimmung, die Microsoft versteht, ist die Deinstallation.