Windows 11 Juli-Update: Storage-Bug behoben, File Explorer optimiert, Startmenü erneuert
Betroffene Versionen: Windows 11 24H2 und frühere Builds mit aktivem WinSxS-Cleanup-Problem
Bugfix: Fehlerhafter Cleanup-Mechanismus akkumulierte bis zu 80 GB temporäre Systemdaten
Update: KB5095093 bringt File Explorer-Performanceverbesserungen
Startmenü-Rollout: Neues Design ab sofort für alle Windows 11-Nutzer ohne Insider-Status
Verfügbarkeit: Über Windows Update, keine manuelle Installation erforderlich
80-GB-Bug: WinSxS außer Kontrolle
Der Kern des Problems lag im Windows Component Store (WinSxS). Ein fehlerhafter Bereinigungsmechanismus verhinderte, dass veraltete Komponenten nach Updates ordnungsgemäß gelöscht wurden - stattdessen akkumulierten sich die Dateien bis auf bis zu 80 GB unkontrolliert auf der Systempartition.
Gerade auf Systemen mit einer reinen NVMe-Konfiguration ohne separates Datenlaufwerk, also dem typischen Gaming-PC mit einer 1-TB-SSD als einziger Storage-Instanz, konnte das spürbar werden. 80 GB entsprechen auf einer 1-TB-NVMe rund 8 Prozent der Gesamtkapazität - bei einer 500-GB-SSD sind es bereits 16 Prozent.
Microsoft hat den Bugfix in das aktuelle kumulative Update integriert. Eine manuelle Bereinigung via DISM oder dem Disk Cleanup-Tool vor dem Update-Einspielen ist nicht zwingend notwendig, schadet aber nicht, wenn du den Speicher schnell zurückgewinnen willst.
KB5095093: File Explorer und Startmenü als Paket
Das Update KB5095093 liefert neben dem Storage-Bugfix auch messbare Verbesserungen beim File Explorer-Start. Microsoft spricht von einer deutlich reduzierten Ladezeit beim initialen Öffnen des Explorers, was besonders bei tiefen Ordnerstrukturen auf Netzlaufwerken oder großen lokalen Bibliotheken relevant ist.
„We have improved the launch performance of File Explorer to reduce the time it takes to open." - Microsoft, offizielle Changelogs zu KB5095093
Konkrete Millisekunden-Werte nennt Microsoft nicht. Subjektiv berichten erste Nutzer von einer spürbar reaktionsschnelleren Reaktion beim Öffnen über Win+E oder den Taskbar-Pin.
Parallel dazu rollt Microsoft das überarbeitete Startmenü jetzt final für alle Nutzer ohne Insider- oder Beta-Requirement aus. Das neue Layout verschiebt die App-Liste und Empfehlungen und bietet eine angepasste Suchintegration. Wer bislang auf das klassische Layout via Registry-Tweak gesetzt hat, sollte prüfen, ob die entsprechenden Keys nach dem Update noch greifen.
Für den normalen Alltag ändert sich durch das neue Startmenü wenig, aber der kombinierte Patch zeigt, dass Microsoft Windows 11 24H2 aktiv nachbessert - gerade im Bereich Storage-Management, der bei dicht bepackten Systemen nach wie vor eine Schwachstelle ist.