Quick Links
3 Beiträge im Community Space

"Spreadsheet Brains" vs. Hardcore-Vision: Wardogs-CEO rechnet mit der Industrie ab

Von TYay0 in WARDOGS news
vor 11 Stunden (aktualisiert vor 11 Stunden)
Während wir bereits über technische Finessen wie das Soldier Dragging berichtet haben, geht es bei Wardogs um weit mehr als nur einzelne Features. In einem vielbeachteten Statement auf X fand Joe Brammer, CEO von Bulkhead, deutliche Worte für den aktuellen Zustand der Shooter-Landschaft und erklärt, warum große Publisher regelmäßig an Hardcore-Titeln scheitern.
"Spreadsheet Brains" vs. Hardcore-Vision: Wardogs-CEO rechnet mit der Industrie ab

Tiefe statt Massenmarkt: Joe Brammers Manifest für Wardogs

Brammer lässt keinen Zweifel daran, dass die Entwicklung von Wardogs in den letzten drei Jahren ein echter Überlebenskampf gegen gängige Branchen-Konventionen war. 

Sein Vorwurf: Corporate Publisher und deren Fokus auf Statistiken und Tabellen ("spreadsheet brains") verstünden schlichtweg nicht, was einen taktischen Shooter ausmacht.

Empfehlung:  Battlefield 6: Warum wir uns trotz voller Server einsam fühlen und der Algorithmus die Freundschaft/Clans tötet. Lenkt DICE ein? 

Kurz & Knapp: Die Kernaussagen des Bulkhead-CEOs

  • Fundament zählt: Gunplay und Ballistik sind die wichtigsten Grundpfeiler, keine Nebensache.
  • Realismus-Zuerst-Prinzip: Fahrzeuge werden erst realistisch gebaut und erst danach für das Gameplay angepasst, statt umgekehrt.
  • Das Tarkov-Rätsel: Laut Brammer haben Publisher Milliarden verbrannt, um "einfachere" Versionen von Escape from Tarkov zu bauen, ohne den eigentlichen Kern des Spielspaßes zu verstehen.
  • Erfolgsformel: Tiefe im Moment-zu-Moment-Gameplay kombiniert mit persistenter Progression beim verdienten Cash.
  • Unabhängigkeit: Wardogs ist das Ergebnis einer Vision, die sich gegen weichgespülte Massenmarkt-Vorgaben durchgesetzt hat.

Warum "einfachere Versionen" von Hardcore-Shootern scheitern

Brammer analysiert messerscharf das Scheitern großer Konzerne am Tactical-Genre. Die Annahme, man müsse Hardcore-Erlebnisse wie Tarkov nur zugänglicher machen, um Erfolg zu haben, sei ein Milliarden-Dollar-Irrtum. Der Spielspaß entstehe eben aus der Tiefe und dem Risiko – Faktoren, die oft weggeschliffen werden, wenn "Spreadsheet-Brains" das Sagen haben.

Wardogs

In Wardogs soll die Tiefe der Treiber ("Depth is the driver") sein. Das bedeutet: Jede Entscheidung im Gefecht muss sich gewichtig anfühlen. Dass wir in Wardogs Kameraden aus der Schusslinie ziehen können, ist da nur die Spitze des Eisbergs. Es geht um das Gefühl, dass jede Kugel zählt und Ballistik kein bloßer visueller Effekt ist.

„Publishers still have not understood why Tarkov is fun. Different publishers have burned billions $$$ trying to make an easier version and missed the point completely.“ – Joe Brammer, CEO Bulkhead.

Persistenz als Motivationsmotor

Der zweite entscheidende Faktor ist die Persistenz. Während Battlefield 6 auf flüssiges, schnelles Gameplay setzt, verknüpft Wardogs jede Aktion mit deinem persönlichen Kontostand. Das verdiente Cash ist der Grund, warum du immer wieder zurückkehrst. Es erzeugt eine Spannung, die über die aktuelle Runde hinausgeht. Wer sein hart verdientes Geld in ein realistisch simuliertes Fahrzeug investiert, spielt automatisch taktischer.

 

Brammer betont, dass Wardogs genau diese zwei Welten vereint: Die spielerische Tiefe in jeder Sekunde des 100-Spieler-Gefechts und die langfristige Bedeutung deiner Erfolge durch das Cash-System. Es ist eine Kampfansage an alle Spiele, die Tiefe für eine vermeintlich breitere Zielgruppe opfern.

Beitrag erstellt in WARDOGS

Echte Infos. Keine Klickschlachten. Deine Gaming-Quelle: BFcom.