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Modern Warfare 4: Kein Omnimovement, aber Slide Canceling - alle bestätigten Features im Überblick

Von TYay0 in CoD: Modern Warfare 4 modern warfare 4
vor 2 Monaten (aktualisiert vor 2 Monaten)
Ein Tag nach der offiziellen Ankündigung von Modern Warfare 4 verdichten sich die Details: Infinity Ward hat sich zu mehreren der heißdiskutierten Mechaniken geäußert - und einige Entscheidungen dürften die Community spalten. Hier ist der aktuelle Stand zu Bewegungssystem, Gunplay, SBMM und mehr.
Modern Warfare 4: Kein Omnimovement, aber Slide Canceling - alle bestätigten Features im Überblick

Modern Warfare 4: Was Infinity Ward bestätigt hat - und was noch offen bleibt

  • Kein Omnimovement: Die aus Black Ops 6 bekannte Allrichtungs-Bewegungsmechanik kehrt nicht zurück

  • Slide Canceling bestätigt: Die aus MW2019 bekannte Technik ist wieder mit dabei

  • Kein Bloom: Infinity Ward verspricht vollständig vorausberechenbares Gunplay ohne Zufallsstreuung

  • SBMM: Infinity Ward bleibt bewusst vage - keine klare Aussage zum Matchmaking-System

  • Offline-Kampagne: Die Story-Kampagne lässt sich ohne Internetverbindung spielen

  • Überarbeitetes Prestige-System: Mehr Freiheit bei der Progression als in bisherigen CoD-Titeln

Omnimovement ist raus - und das ist eine bewusste Entscheidung

Omnimovement, das in Black Ops 6 eingeführte System, das Sprint, Slide und Dive in alle 360 Grad ermöglichte, wird in Modern Warfare 4 nicht auftauchen. Das ist kein Versehen, sondern eine klare designerische Weichenstellung von Infinity Ward. Die Entwickler kehren zu einem kontrollierten Bewegungssystem zurück, das stärker auf Positionierung und Gunfights statt auf horizontale Ausweichmanöver setzt.

Slide Canceling hingegen ist zurück - und damit eine Mechanik, die die MW2019-Ära maßgeblich geprägt hat. Ob das System genauso aggressiv einsetzbar ist wie damals oder ob Infinity Ward Anpassungen vorgenommen hat, ist noch nicht vollständig kommuniziert worden. Für den kompetitiven Bereich bleibt Slide Canceling in jedem Fall ein entscheidendes Tool für Movement-Experten.

Aus spieldesignerischer Sicht ist der Verzicht auf Omnimovement nachvollziehbar: Das System in BO6 führte zu einem deutlich chaotischeren TTK-Erlebnis, weil Gegner durch ständige Dive-Loops kaum zu tracken waren. MW4 scheint bewusst in Richtung eines lesbareren, taktischeren Kampfgeschehens zu gehen - was gut zum angekündigten Anspruch des "authentischen Gunplays" passt.

Kein Bloom - Infinity Ward macht ein großes Versprechen

Infinity Ward hat explizit angekündigt, dass Modern Warfare 4 keinerlei Bloom haben wird. Bloom bezeichnet die zufällige Streuung von Treffern auch bei präzisem Fadenkreuz, die in mehreren CoD-Titeln - und besonders im Multiplayer - für Frustration gesorgt hat. Das Versprechen: kein Zufallsfaktor beim Schaden, vollständige Vorhersehbarkeit des Gunplays.

Infinity Ward selbst formuliert es als "most authentic gunplay yet" und spricht davon, dass es beim Schießen "no guesswork" geben soll. Das ist eine direkte Absage an die zufällige Varianz, die Skill-basiertes Spielen untergräbt. Für die kompetitive Community ist das eine der positivsten Ankündigungen seit Langem - wenn das Versprechen im fertigen Spiel tatsächlich eingelöst wird.

Infinity Ward verspricht in MW4 "no bloom" und das "most authentic gunplay yet" - ohne Zufallsstreuung und ohne Rätselraten beim Schießen.

Skeptisch darf man dennoch sein. Ähnlich vollmundige Ankündigungen gab es auch vor MW2 (2022), das dann durch Aim Assist-Tuning und teilweise fragwürdiges Recoil-Design in der Community umstritten blieb. Die Messlatte, die Infinity Ward hier selbst legt, ist hoch - und die Community wird beim Launch genau hinschauen.

SBMM: Infinity Ward weicht der Frage aus

Kaum ein Thema ist in der CoD-Community so aufgeladen wie Skill-Based Matchmaking. Und auch bei MW4 ist Infinity Ward bislang auffällig wortkarg. Auf direkte Fragen zum SBMM-System reagierte das Studio ausweichend und nicht-committal - eine klassische PR-Strategie, die erfahrene Community-Beobachter kennen.

Was das in der Praxis bedeuten kann: Entweder arbeitet Infinity Ward noch an der Kalibrierung und will keine frühen Versprechen machen, die später nicht halten. Oder das System ähnelt dem der Vorgänger stark genug, dass man eine klare Aussage vermeiden will. Historisch hat Activision nie offiziell bestätigt, welche Matchmaking-Systeme aktiv sind - MW4 scheint keine Ausnahme zu werden.

Für die competetive Fraktion ist das ein Warnsignal. Wer auf EOMM (Engagement Optimized Matchmaking) hofft oder ein reines Skill-System erwartet, sollte die Ankündigungen der kommenden Wochen sehr genau verfolgen. Hier bleibt MW4 die wichtigste offene Frage.

Die Kampagne: Offline spielbar, Rückkehr zu den Wurzeln

Modern Warfare 4 bringt Captain Price zurück und setzt die Reboot-Saga fort. Infinity Ward beschreibt den Ansatz als Rückkehr zu den Wurzeln der Reihe - gritty, realistisch, geerdet. Nach dem stark kritisierten Always-Online-Zwang der letzten CoD-Kampagnen ist es eine direkte Korrektur: MW4s Kampagne lässt sich vollständig offline spielen.

Das klingt selbstverständlich, ist in der modernen CoD-Ära aber alles andere als selbstverständlich gewesen. Besonders MW3 (2023) erntete heftigen Gegenwind für seine kurze, online-gebundene Kampagne. Dass Infinity Ward diese Kritik direkt adressiert, ist ein klares Signal an den Single-Player-Teil der Community.

Prestige-System: Mehr Flexibilität in der Progression

Das Prestige-System in MW4 soll laut Infinity Ward mehr Freiheit bieten als in vorherigen Titeln. Details sind noch rar, aber der kommunizierte Grundgedanke geht weg vom starren Reset-System und hin zu mehr Kontrolle über den eigenen Fortschritt. Ob das bedeutet, dass Prestige-Stufen einzeln gewählt werden können oder Unlocks persistenter sind, bleibt noch offen.

Das klassische "alles zurücksetzen"-Prestige-System war in MW2 (2022) und MW3 besonders unbeliebt, weil es im Zeitalter des Battle Pass-Modells kaum noch Sinn ergab. Infinity Ward hat hier offenbar zugehört - die konkrete Umsetzung wird aber erst der Launch zeigen.

Vault Edition mit Loyalty Discount - was bekannt ist

Für Spieler, die die Vault Edition von MW4 kaufen, gibt es einen sogenannten Loyalty Discount. Wie hoch der ausfällt und an welche Bedingungen er geknüpft ist - etwa den Besitz vorheriger CoD-Titel oder eine aktive Game Pass-Mitgliedschaft - ist noch nicht vollständig kommuniziert worden. Der Discount ist aber offiziell bestätigt.

Preislich bewegt sich die Vault Edition traditionell im 100-Euro-Plus-Bereich. Ob der Loyalty Discount substanziell genug ist, um den Aufpreis zu rechtfertigen, hängt stark davon ab, welche Inhalte inkludiert sind. Hier lohnt es sich, vor dem Kauf die vollständige Content-Liste abzuwarten.

Einordnung: MW4 positioniert sich bewusst als Gegenentwurf zu BO6

Nimmt man alle bisher bestätigten Details zusammen, ergibt sich ein konsistentes Bild: Infinity Ward will mit MW4 einen spürbaren Kontrast zu Black Ops 6 setzen. Kein Omnimovement, kein Bloom, Offline-Kampagne, ein überarbeitetes Prestige-System - das sind allesamt Punkte, die direkt auf Kritik an den letzten CoD-Zyklen reagieren.

Bleibt SBMM als der einzige große Elefant im Raum. Alle anderen Systeme können noch so gut justiert sein - wenn das Matchmaking die Spielerfahrung im Multiplayer wieder in Richtung Frustration drückt, werden die anderen Verbesserungen in der Community-Diskussion schnell untergehen. Die nächsten Wochen bis zum Beta-Start werden zeigen, wie ernst Infinity Ward es mit dem kommunizierten Kurs meint.

Quelle(n)

Beitrag erstellt in CoD: Modern Warfare 4

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