Steam Controller: Valve öffnet Reservierungsqueue mit Scalper-Schutz nach chaotischem Launch
Valve räumt Fehler ein und startet Warteschlange für den Steam Controller
Reservierungsqueue startet am 8. Mai ab 19 Uhr direkt über Steam
Wer an der Reihe ist, hat 72 Stunden Zeit, den Controller zu kaufen - danach verfällt der Platz
Valve hat Maßnahmen gegen Scalper eingebaut, um Massenbestellungen zu verhindern
Valve bezeichnet den bisherigen Kaufprozess offiziell als "incredibly frustrating"
Was beim Launch schiefgelaufen ist
Der neue Steam Controller ging diese Woche erstmals in den Verkauf - und war praktisch sofort vergriffen. Zahlreiche Spieler berichteten von einem chaotischen Kaufprozess, bei dem die Geräte innerhalb von Sekunden weg waren, bevor viele überhaupt eine echte Chance hatten.
Valve hat die Situation jetzt in einer offiziellen Stellungnahme angesprochen und kein Blatt vor den Mund genommen.
"The experience for a lot of you trying to buy it was incredibly frustrating, and we're sorry about that."
Das ist ungewöhnlich direkte Kommunikation für ein Unternehmen, das für seine Schweigsamkeit bekannt ist. Valve macht keine halben Sachen, wenn es um Selbstkritik geht - zumindest diesmal nicht.
So funktioniert das neue Reservierungssystem
Ab heute Abend kannst Du Dich über Steam in eine Warteschlange einreihen. Das System läuft nach dem First-Come-First-Served-Prinzip, aber ohne den Druck, sofort kaufen zu müssen.
Wenn Du an der Reihe bist, bekommst Du eine Benachrichtigung und hast dann 72 Stunden, um den Kauf abzuschließen. Das nimmt den Zeitdruck raus, der beim Erstverkauf für so viel Frust gesorgt hat.
Der Scalper-Schutz ist dabei kein unwichtiges Detail. Valve hat das System so gestaltet, dass automatisierte Massenbestellungen deutlich schwerer werden sollen. Wie genau das technisch umgesetzt wird, hat Valve nicht im Detail erklärt - aber die Absicht ist klar.
Ob das reicht, um den Controller tatsächlich in die Hände echter Spieler zu bringen, wird sich zeigen. Scalper sind erfinderisch, und Warteschlangen-Systeme sind kein Allheilmittel. Dass Valve das Problem aber überhaupt aktiv angeht, ist ein gutes Zeichen.
Der Steam Controller selbst hat in ersten Tests übrigens überwiegend positive Reaktionen bekommen. Wer also in der Queue landet und die 72 Stunden nutzt, dürfte ein Gerät bekommen, das den Aufwand wert ist.
Quelle(n)
Das erinnert mich an die Steam Machines Ära, damals haben wir hier im Forum auch heftig über Valves Launch-Strategien diskutiert, und es ist irgendwie beruhigend zu sehen, dass sie wenigstens aus den Fehlern lernen und dieses Mal von Anfang an gegen Scalper vorgehen.
Naja, das Reservierungssystem ist ein netter Versuch, aber ohne harte Limits pro Account und Verifizierung der Versandadresse werden die professionellen Scalper das eh wieder durchbrechen